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Früher™ war ja mehr Lametta und Klassentreffen an der re:publica – in nahezu allen meinen Feeds spielt das Event quasi keine Rolle mehr, weder bei den Themen, die in den letzten Jahren noch weiter ins links-grüne-woke Milieu abgedriftet sind, noch bei den immer wieder selben Personen auf den Bühnen, und die mediale Wolke war nie besonders gross. Täusche ich mich?
8 Kommentare-
Glaube da ist nach 20 Jahren einfach die Luft herausen. Wir alle sind älter und gesättigter geworden und so auch die republika. Die Themen sind die selben wie immer: Datenschutz, Klimaschutz, Menschenrechte, Medienvielfalt. Das alles gilt heutzutage als links.
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@BaeckBlog Ich frage mich ja, ob es früher, als noch mehr Lametta und Klassentreffen war, Themen wie Datenschutz, Klimaschutz, Menschenrechte und Medienvielfalt für manche Menschen auch schon nicht relevant waren und sie sich nur auf solche Events verirrt hatten, oder ob sie dafür erst eine abschätzige Betitelung als links-grün woke Milieu-Veranstaltung erfinden mussten, um ihr Desinteresse an gesellschaftsrelevanten Themen zu begründen.
Und ich frag mich auch, wie uns eigentlich Abschätzigkeiten gegenüber notwendiger Veränderungen inhaltlich weiterbringen.
Aber so haben wir eben alle unsere Präferenzen und Vorstellungen. Auch das ist in Ordnung.
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@jhaslauer Die Frage ist generell, wie konnten wir soweit kommen, dass zutiefst konservative Positionen wie die Verantwortung gegenüber der Schöpfung oder die Freiheit von Monopolen plötzlich als linksradikal gelten.
Bei einem muss ich Clemens allerdings recht geben, auf der republika erzählen sich seit mittlerweile 20 Jahren die selben Leute, die selben Geschichten. Nicht wirklich eine Erfolgsstory.
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@BaeckBlog Ja, das ist eine gute Frage (wird vermutlich eh auch auf der rp diskutiert😉)
Häng vielleicht auch genau mit der nächsten Frage zusammen, warum die selben Leute versuchen, seit mittlerweile 20 Jahren mit den Themen durchzukommen.Aber: Ist es denn _keine_ Erfolgsstory?
Seit 20 Jahren beschäftigen sich regelmäßig Menschen mit gesellschaftsrelevanten Themen im Kontext mit digitalen (Kommunikations-)räumen, zu denen dann pro Jahr zehntausende Menschen Treffen, um Netzwerke zu bilden und auszubauen, sich neuen Input zu holen oder auch vorhandenes Wissen bestätigt zu bekommen. Und nur, weil Medien ein Event. dass sei 20 Jahren existiert, nicht auf alle Titelseiten schmeißen, sind ja weder die Inhalte noch die Veranstaltung irrelevant.
Die rp ist ja nicht nur ein regelmäßiges Happening für ein paar Tage 1x pro Jahr.Natürlich sind es die selben Leute, die sich die selben Geschichten erzählen. Und vermutlich würde ein Teil der Teilnehmer*innen der rp auch ganz lieber über ganz andere Geschichten reden. Aber: Soll man deshalb damit aufhören?
Ich war vor ein paar Wochen bei einer Veranstaltung, bei der Markus Beckedahl irgendwas im Kontext mit Datenschutz gefragt wurde. Es war nicht die übliche Netzpolitik-Bubble.
Ich hab mir bei der Frage (die mir jetzt nicht mehr einfällt, tbh) gedacht „Die letzten Jahrzehnte offline gewesen?“ und Markus hat auch genau so geantwortet, dass er sich ja genau seit 20 Jahren den Mund dazu fusselig redet.Abgesehen davon: Wir sind hier auf einer Plattform, die einem „community building“ dienen soll und den Anspruch an „Social Media, wie es sein soll“ stellt – und derzeit (aus nachvollziehbaren Gründen) im Wesentlichen aus „Menschen, die sich seit Jahren real und/oder aus digitalen Räumen kennen“ besteht. Das könnte man ja dann auch gleich als „nicht wirklich eine Erfolgsstory“ abhaken.
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Und noch ergänzend zu „die selben Leute zu den selben Themen“ und Erfolgsstory:
Wir waren jetzt einige Jahre aus div. Gründen nicht, aber ich sehe beim aktuellen Programm schon eine so unglaublich große Zahl an Vortragenden, dass das wohl kaum nur „immer die selben“ sind.Na klar, Keynotes mit „den üblichen Verdächtigen“.
Aber das ist glaub ich auch irgendwie deren Job-Description, dass sie sich zu den digitalen Themen, mit denen sie sich tlw. seit Jahrzehnten beschäftigen, auch erneut darüber reden. Sind Max Schrems, Constanze Kurz, Hateaid, Francesca Bria, Maja Göpel, Katharina Nocun, Arne Semsrott plötzlich irrelevant oder inhaltlich falsch, nur weil sie – wieder einmal – eine Keynote halten?
Und meine Wahrnehmung aus etwa 10 rp-Teilnahmen: Wenn man die Qualität und den Impact des Events ausschließlich an den jährlichen Keynotes beurteilt, war man entweder nie auf der re:publica und/oder hat sie mMn nicht verstanden. -
@jhaslauer Sind wir nicht alle froh, wenn wir keine neuen Menschen mehr kennenlernen müssen? 🙂
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@mikeemesser 😂 Ja eh. „Iiiih. Menschen!“
Aber gleichzeitig: Es wär so langweilig ohne immer wieder neue Menschen in das eigene Leben zu lassen, findest nicht? Also unterm Strich kann ich dir nicht zustimmen
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Da hat sich personell viel geändert. Die, die Neuerungen reingebracht haben, wurden gegangen. Neue, mehr partizipative Formate – Hamburg/Reeperbahnfestival war ich mal – waren schwer zu verteidigen. Hab das nur bissl von den Sidelines verfolgt, aber ehem. Studi von mir halt lange für die re:publica gearbeitet und ist eher verdrossen von dannen gezogen und hat gemeint, dass neue Ansätze so gar nicht mehr willkommen waren.
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