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Facebook ist tot.
Ich habe gerade meinen frisch aufgerufenen Feed runtergescrollt und mitprotokolliert: Unter den ersten 20 Einträgen war kein einziges Posting eines Freundes order einer Freundin. Dafür acht vorgeschlagene Seiten, denen ich folgen sollte, die mich alle nicht interessieren und vier Werbungen, die mich auch nicht interessieren.
Erst VIEL weiter unten folgen Postings von echten Menschen. Ich habe hier tausende Freunde und hunderte Gruppen abonniert (von letzteren kam genau nichts). Wie man als einer der größten Konzerne der Welt eine Plattform so gründlich ruinieren kann, entzieht sich mir.
Hier die komplette Liste der ersten 50 Einträge:
Abonnierte Seite
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Abonnierte Seite
Abonnierte Seite
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Vorgeschlagene Seite
Abonnierte Seite
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Vorgeschlagene Seite
Vorgeschlagene Seite
Vorgeschlagene Seite
Abonnierte Seite
Vorgeschlagene Seite
Anzeige
Vorgeschlagene Seite
Vorgeschlagene Seite
Abonnierte Seite
Abonnierte Gruppe
Abonnierte Seite
Vorgeschlagene Seite
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Posting eines Freundes
Vorgeschlagene Seite
Vorgeschlagene Seite
Abonnierte Seite
Vorgeschlagene Seite
Anzeige
Abonnierte Seite
Vorgeschlagene Gruppe
Vorgeschlagene Seite
Abonnierte Seite
Vorgeschlagene Seite
Posting einer Freundin
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Vorgeschlagene Gruppe
Vorgeschlagene Seite
Posting eines Freundes
Posting eines Freundes
Posting eines Freundes
Posting eines Freundes
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Posting eines Freundes
Posting eines Freundes
Posting eines Freundes
Posting einer Freundin
Posting einer Freundin
Posting einer Freundin
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Posting einer Freundin
Posting einer FreundinKatharina Gsöllpointner, Peter Adametz und 3 andere19 Kommentare-
Und der Algo ist so versaut, dass nur Sachen kommen, die mich absolut nicht interessieren. Von einigen Freund·innen habe ich noch nie irgendwas in meine TL bekommen. Dafür spült es mir irgendwelche Trolle, Freunde von Freundinnen in die Kommentare. Mühsam. Und ja, FB ist kaputt.
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Wenn ich jetzt sage, probiert mal das Fediverse wird der Herr Eisenriegler sicherlich ranten 😎
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@roblen Das Fediverse ist ein konzeptives Glumpat. Ich hatte genug FidoNet in meinem Leben.
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@roblen das ist leider nur für nerds ohne sinn für UI verwendbar.
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@king Was soll ich jetzt drauf sagen? Als Nerd ohne Sinn für UI.
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@roblen sorry, sollte kein offense sein 😉 ich mag nerds ja.
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@king 👍 Wobei ich mir erlauben würde zu sagen, dass es ganz unterschiedliche Apps und Oberflächen sowie Clients gibt. Da mag auch mancher Nichtnerd das Auskommen finden. Zumindest wenn ich mir die Fediverse Nutzer:innen in meinem Umkreis mir so ansehe.
Aber muss jede:r für sich selbst rausfinden. -
@roblen ich glaube, genau das ist das problem: es gibt zuviel. der durchschnittsuser blickt da nicht durch. selbes problem mit nostr.
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@king Aufgrund des Konzepts, dass alles und jeder sich an ActivityPub anhängen kann gibt es einerseits eine wunderbare Vielfalt, die für die einen fein und für die anderen auf den ersten Blick wohl überfordernd ist. Es ist halt ein Gegenkonzept zu den monolithischen und kommerziellen Social Media Netzwerke.
Frage ist, wie man die Vielfalt erhält es aber anderen einfacher macht, einzusteigen. -
@roblen das Fediverse ist FidoNet 2.0. Lauter Kleinst-Fürstentümer, die untereinander Nachrichten austauschen – oder auch nicht. Du weisst nicht einmal theoretisch, wer Deine Nachrichten lesen kann. Echtzeitkommunikation vulgo Chat? Ist im Konzept nicht drinnen. Es gibt keine Permissions, keine Gruppen, keine Group Owner oder Moderators. Es ist einfach nur eine lange Wurst von Messages.
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@mikeemesser Ich bin kein Techniker oder Coder. Ich bin Nutzer und für mich passt das Konzept sehr gut. Ich weiß zumindest wer mir folgt, bekomme Kommentare und tausche mich mit Menschen aus. Nachdem meine Postings auch per RSS und über Web abrufbar sind, sind die Postings theoretisch für jede:n lesbar.
Man kann eine Instanz als Fürstentum sehen. Andere sehen sie als „Safe Place“ für ihre Special Interest, als ein Knoten von vielen. Oder es ist ein Ein-Personen-Instanz – sprich jeder kann ganz eigenständig in das Netzwerk einsteigen ohne auf einen Provider angewiesen zu sein. Das mag für manches ein Nachteil sein, für anderes ist das gerade richtige Konzept.
Moderatoren gibt es halt nur für Instanz-Ebene. Auch das hat Vor- und Nachteile. -
@roblen Wie soll eine Community funktionieren, in der für jeden andere Regeln gelten?
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@mikeemesser Ich könnte umgekehrt fragen. Wie soll eine Community funktionieren, in der einer die Regeln für zig Millionen vorgibt?
Ich würde das Fediverse nicht als einheitliche Community sehen. Es sind unterschiedliche Communities, die sich auf unterschiedliche Art miteinander vernetzen. Wobei viele davon gewissen gleichen Grundsätzen folgen.Wobei. Keine Instanz muss überhaupt föderieren. Man kann seine eigene Blackbox mit 300 Mitgliedern sein und das wars. Oder man gibt den eigenen Nutzer:innen die Möglichkeit auch mit der Blackbox 2 oder der Whitebox oder der Greenbox zu kommunizieren.
Natürlich gibt es Reibereien etc. Aber im Grund funktioniert es. Ich bin mit Menschen aus zig Instanzen vernetzt und im Austausch. Wir schreiben, Liken, forwarden (Boosten),…
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@mikeemesser #2 Hardcore Beispiel. Nehmen wir an die Blackbox würde mit Facebook förderieren. Ja, die Hardcore Fedizen fliegen tot um, weil man kein kommerzielles Netzwerk förderieren sollte. Aber nehmen wir mal an.
Dann bin ich hier in der Blackbox und weiß, dass jede:r der @blackbox.at im Profilnamen hat ist Teil der Trusten Instanz Blackbox. Aber wenn ich mag, kann ich auch Menschen auf @Facebook.com folgen und ihre Beiträge lesen. Ich muss nicht Mitglied von Facebook werden und könnte hier in der Blackbox auch die Beiträge eines Herrn Eisenrieglers aus beiden Netzwerken lesen.
Zwei Netzwerke mit unterschiedlichen Regeln und mit der Möglichkeit Nachrichten hinweg auszutauschen. -
@roblen Ich halte das für möglich, aber sehr schwierig, weil die Leute von solchen Konstruktionen leicht überfordert sind. Woher soll Otto Normaluser wissen, welchen Regeln das Netzwerk unterliegt, mit dessen Usern er da gerade kommuniziert? Wir hatten das Problem auf der alten Black•Box sehr ausführlich mit dem Usenet-Gateway, die Konflikte waren unschön.
Und alleine die elende Diskussion, ob man sich mit einem kommerziellen Netzwerk föderieren „darf“ zeigt ja schon, was da alles an Konfliktstoff drinnen liegt.
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@roblen Ich hätte da noch einiges vorzubringen, aber es gibt auch ein wichtiges technisches Argument, warum das Fediverse nicht skaliert: Sobald das erfolgreich ist, kann sich keiner mehr den Betrieb leisten.
Stell‘ Dir vor, Du hast einen einzigen User, der ein erfolgreicher Influencer ist, und der hat 1 Mio Follower und postet jeden Tag ein Video. Jeder Miniserver, auf dem auch nur ein Fan dieses Influencers sitzt, muss den gesamten Traffic abwickeln, nicht nur die Videos, auch die Replies, die Likes, was auch immer. Da entsteht ein völlig aufgeblasener Traffic (und der blockiert auch viel lokalen Speicherplatz auf jedem einzelnen Server), der sich durch das ganze Netzwerk multipliziert. Hättest Du einen zentralen Server, hast immer noch den Datenverkehr Deiner User, aber keine Vervielfachung von Traffic und Speicherplatz. Das Fediverse kann einfach nur funktionieren, wenn es klein ist. Das Konzept hatte im Fidonet seine Berechtigung, weil es damals um die Telefonkosten ging. Aber heutzutage ist das viel zu aufwändig, fehleranfällig und ressourcenintensiv.
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@mikeemesser Du hast das Argument schon mal gebracht. Ich bin kein „Techniker“ und werde daher mal diese Frage mit Menschen im Fediverse diskutieren, ob das ein Problem darstellen könnte oder wie man dem beikommen könnte. Bin selbst gespannt, was die Antworten sind und werde gerne hier berichten.
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@roblen Ich bitte darum.
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Ich bin vor gut einem Jahr aus Facebook ausgestiegen. Ich war auch nicht auf Insta und nicht auf Tiktok. Das war schon ein harter Schnitt und anfangs ein komisches Gefühl. Inzwischen gehts mir überhaupt nicht mehr ab.
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