• ZARA

      Ist Frau Bauer ehemalige Pankolm eigentlich eine aus des Kurz-Truppe?

      Weil die Aktion, wie die Förderung für ZARA gestrichen werden solte ist für mich mehr als durchsichtig.

      Während sie wöchentlich neue Verschärfungen für Asylwerber (vulgo „Auslända“) fordert (Sanktionen, „sollen Mundart lernen“), wird seitens des „Famlienministeriums“ kommentarlos dem wichtigstens Antirassisumusverein Österreichs die Förderung gestrichen.

      Das darauf ein öffentlichen Aufschrei folgen wird muss der seit Jahrzehnten in Regierungsarbeit erprobten ÖVP bewusst gewesen sein. Vermutlich versucht die Volkspartei damit mal weder beiden rechten Wählern zu punkten. Denn was überbleibt wird sein: die ÖVP ist die Partei der Sanktionen, der es nicht so wichtig ist, wenn gegen „die Auslända“ gehetzt wird, und die „linkslinke Migraten-SPÖ“ kümmert sich dann doch lieber nicht um unsere Leut sondern rettet mit Steuergeld eine „Vernaderer-NGO“.

      Das dann von den angepeilten Wählergruppen doch 95% wieder beim Orginal FPÖ und nicht bei der Kopie ÖVP ihr Kreuzerl machen, hat die Partei scheinbar noch immer nicht vestanden…

      Stefan Mackovik, Sepp Eisenriegler und 2 andere
      10 Kommentare
      • Der einzige Sinn der Aktion war, dass Zara nun aus einem roten Ressort gezahlt werden muss. Mission accomplished.

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        • Mich interessiert, wer das bisherige ZARA Budget bekommt. Die Jungendabteilung der Blasmusik von Klappenberg an der Knatter?

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        • Teil des Problems ist die gewollte Intransparenz über sich selber: Es gibt keine Jahresberichte, weder inhaltlich noch finanziell. Und dann wirds halt ganz schnell schwierig, wenn der Wind dreht und man von befreundeten Mehrheiten finanziell abhängt – insofern sind Babler und Holzleitner völlig unnötig in die Falle getappt und haben Zara jetzt zu einer roten (ja nicht mal linken) Organisation gemacht. Beim nächsten Wechsel fliegen sie national aus der Finanzierung, dann bleibt ihnen noch Wien, vielleicht. Siehe Steiermark https://x.com/HAmesbauer/status/2047002962933760377

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          • @hofrat ja, ich muss deiner Analyse leider zustimmen. Auf der anderen Seite – was hätten sie tun sollen, die Karre war im Graben. Frau Bauer werde ich mir allerdings als potentielle VP Chefiza und Kanzlerin vormerken.

            • @lovion Ich weiss, ein ungeiler Vorschlag: Akzeptieren, dass das Projekt in dieser Form aus ist. Man hatte offenbar sogar jemanden im Team für Fundraising, die Person hats schlicht verkackt, das nötige Geld neben den staatlichen Förderungen aufzustellen. Und die Geschäftsleitung hats verkackt, sich strategisch so aufzustellen, dass in einer Situation wie eben jetzt, wo gespart wird, man dennoch lebensfähig bleibt, etwa mit einem Pivot als Berater für Tech-Buden, oder als Zertifizierungs- und Kursleitungspartner für yet another Branche. Ja, es ich bedaure, dass derartige Stellen eingespart werden. Nein, das Land bricht deswegen nicht zusammen. Ja, tragisch für die aufgebaute Arbeit. Nein, die Damen und Herren werden nicht für den Rest ihres Lebens arbeitslos sein.

              Dass politische Entscheidungen, was prioritär finanziert wird, von der Frau Bauer und allen anderen zuallererst nicht bei ihren eigenen Töpfen anfangen – tant pis.

              Nochmals ein böser, aber vielleicht doch nötiger Vorschlag, so geäussert letzten Herbst, als der Deregulierungsstaatssekretär seinen Hochlauf hatte:

              Also, einen Tag weiter nachgedacht – und vielleicht klingts (zu) radikal, aber wir müssen wohl 1x komplett jede Förderung auf allen 3 Governance-Ebenen (Bund, Land, Gemeinde) anschauen, und jeweils strukturell entscheiden:

              1.⁠ ⁠Doppelförderungen asap abstellen
              2.⁠ ⁠⁠Evidenzbasierte, politisch gewollte Entscheidungen:

              •⁠ ⁠ja, bringt was, behalten wir.

              •⁠ ⁠⁠ja, bringt was, streichen, weil zu teuer.

              •⁠ ⁠⁠nein, bringt nix, behalten wir aber, weil politisch gewollt.

              •⁠ ⁠⁠⁠nein, bringt nix, streichen wir, weil nutzlos
              Und in Tat und Wahrheit könnte man vielleicht sogar tatsächlich alle (!) Förderungen vollständig (!) für jeden (!) streichen und dann nach 6 und 12 Monaten nachsehen, was wirklich fehlt.

              Thanks for listening to my TED talk.

              • Marion Breitschopf (bearbeitet)

                @hofrat do it like the Germans?

                Mal alles zu streichen und zu schauen, was sich danach noch bewegt, ist der sichere Tod vieler zivilgesellschaftlicher Orgas. Das finde ich falsch und würde das Machtgefälle noch verstärken. Eine starke Zivilgesellschaft braucht auch eine nachhaltige Finanzierung.

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                • @lovion Vermutlich brauchts auch hier eine Differenzierung, und darauhin eine more targeted Finanzierung: Die Zivilgesellschaft ist nicht schwach, sie prägt sich einfach je nach Lebenssituation mittlerweile völlig anders aus. Vereinsleben am Land ist rock solid und sogar noch stärker, weil dort die digitale Ebene die phyische grösstenteils unterstützt. Urbane, postmoderne, wert-entkernte Lebensformen sind viel stärker auf der Sinnsuche, und dort fällt es deutlich stärker auf, wenn es Schwach- und Leerstellen gibt, die dann oft digital skaliert kompensiert werden – ich selber bin dafür ja ein wirklich gutes Beispiel, weil ich mich je länger je schwerer tu, mich physisch an neuen Wohnorten einzufügen, digital bleiben die (Kern-) Communities erstaunlich stabil (wofür du wiederum ein gutes Beispiel bist).
                  In einer immer stärker professionalisierten Gesellschaft ist eben auch Machtorganisation professioneller, und gerade die überausgeprägte Rechtsstaatlichkeit garantiert viel mehr and Gegengewicht als yet another (N)GO. Und du kannst halt nicht glaubwürdig Macht kontrollieren, wenn du gleichzeitig von dieser Macht finanziert werden willst, oder?

                  • @hofrat ZARA ist keine Kontrollorganisation staatlicher Macht, sondern eine hochspezialisierte Anlaufstelle für Menschen, die von einem Problem betroffen sind. Sie schwimmt nicht in der selben Suppe, wie die Blasmusik oder der Goldhaubenverein in Hinterunterweitersdorf. Am ehesten drängt sich, für mich Landkind, der Vergleich mit den Freiwilligen Feuerwehren auf. Tatsache ist, dass wir dringend für die Medienbildung (Print, TV UND online) tun müssen. Ein social media Verbot für Kinder/Jugendliche ist definitiv der falsche Weg – und nimmt auch ein wenig das Jugendministerium in seiner Verantwortung für Strategien gegen Hass im Netz aus seiner Pflicht und hebt diese in einen anderen Bereich. Aber darüber wurde noch gar nicht gesprochen.

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              • Was mir hier fehlt, ist die Feststellung, dass es schon eine staatliche Aufgabe wäre Rassismusmonitoring zu betreiben. Wenn der Staat das nicht übernimmt und an eine NGO auslagert, dann muss er zumindest die Finanzierung gewährleisten. Ansonsten kann man nur feststellen, dass die Regierung an der Bekämpfung von Rassismus nicht interessiert ist. Das wäre aufgrund der historischen Vergangenheit dieses Landes allerdings fatal und dagegen müsste die Bevölkerung Maßnahmen ergreifen, um die Politik wieder in Verantwortung zu bringen. Das ist nicht die Aufgabe der SPÖ, sondern aller Staatsbürger*innen.

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