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        Profilbild von Marion Breitschopf
        Österreichische Innenpolitik
        Marion Breitschopf vor 2 Wochen

        Rechtliche Rahmenbedingungen

        Anstatt dass sich die Bundesregierung mit Social Media und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft ernsthaft auseinandersetzt und rechtliche Rahmenbedingungen schafft, die eine Nutzung möglich macht, kommt ein Verbot für Kinder und Jugendliche. Ich halte das für grundfalsch. Wenn schon Kinder und Jugendliche den schädlichen Einflüssen von digitalen Medien ferngehalten werden müssen, dann reden wir aber bitte auch von Messenger Diensten, Discord oder Twitch. Ein Verbot wird vielen Eltern nicht das Leben erleichtern, sondern ganz im Gegenteil. Kinder und Jugendliche sind nicht blöd, sie werden auf andere, nicht verbotene Plattformen ausweichen, ohne dass die Erziehungsberechtigten auch nur eine Ahnung davon haben, wo sich ihr Kind im Netz bewegt.

        Aber zurück zum eigentlichen Thema. Ja, das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Ja, Hass, Antisemitismus, Misogynie und Rassismus gehören sanktioniert. Aber ganze Existenzen vernichten, nur weil jemand ein Like gesetzt hat, ist meiner Meinung nach ebenfalls grundfalsch. Und genau das passiert gerade. Anna Sporrer ist ein kluger Kopf und als Interneturgestein hoffe ich, dass sie diese Materie in den Griff bekommt.

        Im Endeffekt geht es um die Grenzen des Postbaren.

        https://www.facebook.com/lisa.wegenstein/posts/pfbid0iBYX3xG4RsFcZVdmGgVDHpfkcyWdXudpUhrHCmMbA41vXbBYkA89vkASrqSmvvARl

        facebook.com

        Lisa Wegenstein

        Die sozialen Medien entwickeln sich in Österreich zu einem gefährlichen Ort. Hier wird man zu Geldstrafen und damit verbundener Schweigepflicht verurteilt, wenn man Leute als das bezeichnet, was sie...

        Love
        Heidi Bellio, Michael Eisenriegler und 3 andere
        14 Kommentare
        • Profilbild von Heinz Rudolf Miko
          Heinz Rudolf Miko

          Ja ich halte den Zugang Junge auszusperren ebenso für falsch, denn die Algorithmen sind auch für Erwachsene gefährlich. Hier muss die Regulierung und die Transparenz ansetzen.

          Wenn du Born Mena meinst was die Klagen anlangt, bin ich nicht deiner Meinung, denn die rechten A… gehören bis zu ihrem Untergang verklagt.

          vor 2 Wochen
          • Profilbild von Marion Breitschopf
            Marion Breitschopf

            @Manku für ein “Like”? Wie willst du rechtlich zwischen “rechten Likes” und “linken Likes” unterscheiden?

            vor 2 Wochen
          • Profilbild von Heinz Rudolf Miko
            Heinz Rudolf Miko

            Darum geht es nicht. Wer Posts mit Beschimpfungen oder Herabwürdigungen, also strafbarer Handlungen liked wird zum Mittäter. Egal ob links oder rechts.

            vor 2 Wochen
            • Profilbild von Michael Eisenriegler
              Michael Eisenriegler

              @Manku Ein Like ist ein “victimless crime”, denn man kann nicht davon ausgehen, dass Otto Normaluser weiß, dass er damit ein Signal für den Algorithmus setzt – und ansonsten passiert ja nichts. Was aber noch viel schlimmer ist: Auch ein negatives Like wird vom Algorithmus als Aufforderung verstanden, den Content zu pushen. Damit wird eigentlich jede Reaktion auf ein Hassposting zum Straftatbestand, egal, ob positiv oder negativ. Ich halte das für nicht gescheit.

              2
              vor 2 Wochen
              • Profilbild von Heinz Rudolf Miko
                Heinz Rudolf Miko

                @mikeemesser dann gilt es eben die Anbieter in die Pflicht zu nehmen dass sie ihre Algorithmen ändern oder darauf hinweisen, was passieren könnte, wenn ein Like gesetzt wird. In den Beipacktexten zu Waren muss auch auf Gefahren hingewiesen werden. Warum nicht auch online?

                vor 2 Wochen
                • Profilbild von Michael Eisenriegler
                  Michael Eisenriegler

                  @Manku Würden die Anbieter die Funktionsweisen ihrer Algorithmen veröffentlichen, dann würden diese sofort massenhaft von Spammern missbraucht werden. Ich weiß, dass das eine unter Politniks populäre Forderung ist, aber ich halte sie für falsch.

                  Ich wäre dafür das Übel an der Wurzel zu packen: Die Plattformen verdienen derzeit umso mehr, je länger sie die Leute vor den Bildschirm fesseln. Das ist die grundlegende Funktionsweise der Algorithmen, und diese Koppelung gehört aufgehoben. Denn erst, wenn erhöhte Nutzungsdauer zum Kostenfaktor und nicht zur Einnahmequelle wird, werden sich die Algorithmen entsorechend anpassen. Wie man das genau macht, wäre zu verhandeln: Im Extremfall könnte man die Plattformen zur Werbefreiheit zwingen, dann müssten sie auf Mitgliedschaftsmodelle umsteigen. Das ist leider unrealistisch. Aber eine Begrenzung der Werbebotschaften, die pro Tag an einen User gesendet werden können, könnte ich mir schon vorstellen.

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                  vor 2 Wochen
                  • Profilbild von Heinz Rudolf Miko
                    Heinz Rudolf Miko (bearbeitet)

                    @mikeemesser egal wie es passiert, die User müssen Klarheit darüber haben, dass sie manipuliert werden und auch wie sie manipuliert werden. Das ist das Minimum und ich finde auch absolut legitim.

                    vor 2 Wochen
                    • Profilbild von Michael Eisenriegler
                      Michael Eisenriegler

                      @Manku Wenn es Manipulation ist, dann soll es reguliert werden. Wenn nicht, dann nicht. Die User darüber zu informieren und selbst entscheiden zu lassen halte ich für ähnlich witzlos wie diese deppaten Cookie-Banner.

                      vor 2 Wochen
                      • Profilbild von Heinz Rudolf Miko
                        Heinz Rudolf Miko

                        @mikeemesser ganz so witzlos finde ich sie nicht. Ich verwende diese Hinweise des öfteren, um Cookies einzuschränken.

                        vor 2 Wochen
                        • Profilbild von Michael Eisenriegler
                          Michael Eisenriegler

                          @Manku Man überträgt den Menschen die Verantwortung für etwas, was sie ohne detailliertes Fachwissen nicht beurteilen können. Und damit meine ich, dass auch Entwickler die Funktionsweise einzelner Cookies erst kennen können, nachdem sie ausgiebig analysiert wurden. Das ist komplett sinnlos. Entweder, etwas ist illegal (zum Beispiel könnte man das cross-platform tracking dazu erklären), dann gehört es verboten. Oder es ist nicht illegal, dann muss man auch nicht fragen. Dazu kommt, dass irgendwelche Richter bar jedes Fachwissens die IP-Adressen zu personenbezogen Daten erklärt haben, was in 99 % der Fälle einfach nicht der Fall ist. Das ist einfach nur politischer Aktionismus ohne Substanz und versehen mit dem Surrogat der Eigenverantwortlichkeit.

                          vor 2 Wochen
                      • Profilbild von Marion Breitschopf
                        Marion Breitschopf

                        @Manku ich verstehe deine Argumentation nicht. Willst du auch, dass die “linken A…” bis zu ihrem Untergang verklagt werden? Oder können “Linke” prinzipiell keine A… sein?

                        vor 2 Wochen
                      • Profilbild von Andreas Beer
                        Andreas Beer

                        bei den “Likes” bin ich etwas gespalten, weil es wirklich möglich ist, unabsichtlich etwas zu liken. Vor allem wenn man am Handy scrollt und eine Mikrosekunde zu lange den Finger am Display lässt ist da schnell ein Like.

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                        vor 2 Wochen
                        • Profilbild von Heidi Bellio
                          Heidi Bellio

                          Da ist jetzt ein bissl viel vermischt. Weil es schadet bestimmt nix, die Kinder nicht sofort in die digitalen sozialen medien zu lassen. da sind zu den themen und problemen die wir erwachsene damit haben noch die prägenden einflüsse in dem alter in dem sich alles bildet mitzubedenken. Ein Verbot erleichtert Eltern vor allem die Argumentation … Bei Likes und Posts ist der Inhalt nicht irrelevant würde ich meinen. Wenn jemand Gewalt androht und wer anderer likt das dann verstehe ich wenn das verfolgt werden würde. Aber das was da derzeit geklagt wird ist nur lächerlich

                          vor 2 Wochen
                          • Profilbild von Marion Breitschopf
                            Marion Breitschopf

                            @heidihu da sind wir wohl nicht einer Meinung. Zum Thema zu viel vermischt: Ich habe das in Ipo gepostet, da es mir um die prinzipielle Ausrichtung der Regierung geht. Eine Draufsicht auf die eher hilflos anmutenden Maßnahmen.

                            vor 2 Wochen
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