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https://20jahre.criticalmass.at/e/ride-und-party/
Von der Fliege zum Elefanten
Die Fahrraddemo Critical Mass wird 20 Jahre alt. 2006 startete sie als kleine Gruppe, inzwischen nehmen regelmäßig Hunderte Menschen daran teil. Wie sie entstand und was sie ausmacht.
Jeden dritten Freitag im Monat radelt eine Menschenmasse vom Schwarzenbergplatz ausgehend durch Wien. Nur wenn es schneit oder Minusgrade hat, zählt der Pulk weniger als 70 Menschen. Bei gutem Wetter sind es Hunderte. Die Fahrraddemo ist zum „Selbstläufer“ geworden, erzählt Alec Hager, der seit der Entstehung im Jahr 2006 regelmäßig mitfährt.
AnzeigeDie Critical Mass Bewegung kommt ursprünglich aus den USA. 1992 trafen sich in San Francisco erstmals zahlreiche Radfahrerinnen, um als kritische Masse die Straße zu erobern. Die Aktion fand weltweit Anhänger.
Im Frühling 2006 versammelte sich ein kleines Grüppchen von Radfahrerinnen und Radfahrer beim Margaretenplatz im 5. Bezirk, um durch die Stadt zu düsen. Die Idee hatte ein Wiener, der zuvor bei einer Demo in Dublin dabei gewesen war und die Critical Mass nach Österreich holen wollte. „Wir waren am Anfang zu zehnt oder zwölft“, sagt Hager.
(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Gruppe von Menschen fährt bei einer Fahrraddemonstration auf einer gesperrten Straße durch eine Stadt, im Hintergrund ein Denkmal.
Eine Kundgebung der Critical Mass im Jahr 2020.
© Christopher Mavrič
AnzeigeDie Radler hatten auch mit Widerstand zu kämpfen. Sie wurden von Autofahrern bedrängt. Die Polizei zeigte einige Aktivisten an und stellte Strafmandate aus. 2007 einigten sich die Aktivisten mit der Landespolizeidirektion „auf einen Modus Operandi, der bis heute anhält“, heißt es auf der Homepage. Die Polizisten begleiten die Demos durch die Stadt, auf beiden Seiten gibt es Kontaktpersonen, die sich miteinander abstimmen.
AnzeigeDie Critical Mass hat das Ziel, mehr Platz und Akzeptanz fürs Fahrrad auf den Wiener Straßen zu schaffen. Vor 20 Jahren war das Radwegenetz in Wien sehr schlecht ausgebaut. Die Radler nahmen sich deshalb die Straße. „Wir blockieren den Verkehr nicht, wir sind der Verkehr“, sagten die Aktivisten 2006 zum Falter.
In den vergangenen Jahren waren zwar einige Verbesserungen zu bemerken, aber auch 2026 gibt es noch kein flächendeckendes Radwegenetz. „Damals wie heute sind die Demos notwendig“, sagt Hager.
Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist in den vergangenen 20 Jahren ständig gewachsen. Der bisherige Rekord wurde beim Naked-Bike-Ride aufgestellt – er findet jedes Jahr im Juni statt, die Teilnehmer fahren dabei mit „so wenig Gewand wie möglich“, malen sich bunt an oder tragen Kostüme. 2024 nahmen daran über 2.000 Menschen teil.
AnzeigeDie Routen sind übrigens nie vorgegeben, man versteht sich ja nicht als Demo, sondern als Verkehr. „Wir wählen unsere Strecke gemeinsam unterwegs. FahrerInnen an der Spitze fahren vor“, heißt es auf der Homepage. Mit dabei ist immer Musik, meist kommt sie aus Boxen, manchmal ist ein DJ dabei. Einmal radelte sogar eine Big Band mit Schlagzeug, Tubas, Posaunen und Saxophon mit.
Wer mit der Masse mitfährt, habe ein „Befreiungserlebnis“, sagt Hager. Denn in der Gruppe fühlt sich das Radeln sicher an, die Teilnehmer passen aufeinander auf. Die Critical Mass habe auch andere Rad-Initiativen in Wien befeuert. Etwa das „Rasen am Ring“, bei dem ein Teil des Rings mit Rollrasen belegt und für Autos gesperrt wurde.
AnzeigeDie CM-Demos gibt es inzwischen in rund 400 Städten weltweit. In Wien soll am Freitag die bisher größte Österreichs stattfinden. Mehr Infos dazu finden Sie hier.
20jahre.criticalmass.at
Sei dabei: 20 Jahre Critical Mass Ride & Party 🎉
Die Critical Mass Wien feiert Geburtstag! Am 17. April großer Ride ab Schwarzenbergplatz & BIG BIKE PARTY mit Live-Acts auf der Donauinsel.