Zu groß, um gerettet zu werden
Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Bankenrettung, Budgetloch, Arbeitslosigkeit - und wie geht's weiter?
Moderation: Gerald König
Zu groß, um gerettet zu werden
von Livia Rohrmoser » 13. Juli 2011, 12:16
Kann mir das irgendwer erklären?
Bei den Banken hieß es "too big to fail" und so wurden Milliarden und Abermilliarden reingepumpt.
Jetzt höre ich von einem Experten - und Statements in diese Richtung habe ich die letzten Tage öfter gehört -, Italien wäre zu groß, um gerettet zu werden.
Also private Banken müssen gerettet werden ohne Rücksicht auf die Kosten, einen Staat aber kann man ruhig pleite gehen lassen??
Meine Meinung: DIE SPINNEN, DIE EXPERTEN!
Livia
Bei den Banken hieß es "too big to fail" und so wurden Milliarden und Abermilliarden reingepumpt.
Jetzt höre ich von einem Experten - und Statements in diese Richtung habe ich die letzten Tage öfter gehört -, Italien wäre zu groß, um gerettet zu werden.
Also private Banken müssen gerettet werden ohne Rücksicht auf die Kosten, einen Staat aber kann man ruhig pleite gehen lassen??
Meine Meinung: DIE SPINNEN, DIE EXPERTEN!
Livia
Männer sind Schweine. Aber jede will doch ab und zu mal Schwein haben.
Re: Zu groß, um gerettet zu werden
von Michael Suda » 13. Juli 2011, 14:16
Livia Rohrmoser hat geschrieben:Kann mir das irgendwer erklären?
Bei den Banken hieß es "too big to fail" und so wurden Milliarden und Abermilliarden reingepumpt.
Jetzt höre ich von einem Experten - und Statements in diese Richtung habe ich die letzten Tage öfter gehört -, Italien wäre zu groß, um gerettet zu werden.
Das Problem bei Banken heißt bekanntlich Dominoeffekt und Einlegerstampede. Heißt es erst, eine Bank ist Pleite, dann wollen die Einleger gleichzeitig von allen Banken Bares sehen, und Investoren verkaufen ung'schauter alles, was nach "Finanzen" riecht - und das derpackt kein Banken- und Währungssystem der Welt! Da helfen dann nur mehr Zwangs- und Notmaßnahmen. Um es nicht so weit kommen zu lassen, wurden "die Banken" gerettet.
Das Problem bei Staatsbankrotten ist tatsächlich die schiere Höhe der Beträge, um die es da geht. Das ist möglicherweise keine Frage des Wollens sondern wirklich des Könnens. Es wird zwar jetzt viel über "Euro-Bonds" (= "Staats"anleihen der EU) geredet, aber wenn die EU, die EZB oder die EFSF (oder welches Euro-Finanzvehikel auch immer!) für die Schulden Griechenlands und Portugals und Irlands und Italiens und Spaniens...haften soll, dann wird es mit den (theoretisch) günstigeren Zinsen schnell vorbei sein, denn wer hat dann - im Weltmaßstab! - noch genügend Kapital, um so eine Umschuldung zu finanzieren?
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
bleibt auch mein Himmel versperrt.
bleibt auch mein Himmel versperrt.
(aus Lehárs Operette "Das Land des Lächelns")
Re: Zu groß, um gerettet zu werden
von Gerald König » 13. Juli 2011, 16:40
Um an oben gesagtes anzuschließen:
Die US-Amerikaner jedenfalls nicht - die sind ja selbst schon ziemlich am Sand. Der große Nachteil des Euros gegenüber dem Dollar ist hier aber wohl die Spekulationsmöglichkeit gegenüber einzelnen Ländern der Eurozone. Was nicht bedeutet, dass ich EU-Staatsanleihen befürworte...
Wenn es Italien oder Spanien "sprengt" (sprich: wenn dort nicht umgehend der Staatshaushalt erfolgreich saniert ist), war "Lehmann & Co." 2008/2009 ein Lercherlschas dagegen.
Den PIIGS ist demnach klar und in Zahlen zu vermitteln, dass bis Zeitpunkt x die Finanzen wieder in Ordnung sein müssen - sonst droht fix der Abschied aus der Eurozone.
Ob danach Staatsbankrott oder eine Umschuldung erfolgt, wäre wieder ein anderes Thema.
Leider hat man derartige Regeln niemals eindeutig definiert (ja, es gab und gibt Grenzen, die aber nach der Finanzkrise ohnehin neu definiert werden müssen).
Aber jeder Kreditnehmer hat seine Grenzen - die sollten IMO auch für Staaten gelten.
lgg
Die US-Amerikaner jedenfalls nicht - die sind ja selbst schon ziemlich am Sand. Der große Nachteil des Euros gegenüber dem Dollar ist hier aber wohl die Spekulationsmöglichkeit gegenüber einzelnen Ländern der Eurozone. Was nicht bedeutet, dass ich EU-Staatsanleihen befürworte...
Wenn es Italien oder Spanien "sprengt" (sprich: wenn dort nicht umgehend der Staatshaushalt erfolgreich saniert ist), war "Lehmann & Co." 2008/2009 ein Lercherlschas dagegen.
Den PIIGS ist demnach klar und in Zahlen zu vermitteln, dass bis Zeitpunkt x die Finanzen wieder in Ordnung sein müssen - sonst droht fix der Abschied aus der Eurozone.
Ob danach Staatsbankrott oder eine Umschuldung erfolgt, wäre wieder ein anderes Thema.
Leider hat man derartige Regeln niemals eindeutig definiert (ja, es gab und gibt Grenzen, die aber nach der Finanzkrise ohnehin neu definiert werden müssen).
Aber jeder Kreditnehmer hat seine Grenzen - die sollten IMO auch für Staaten gelten.
lgg
Re: Zu groß, um gerettet zu werden
von Livia Rohrmoser » 13. Juli 2011, 16:41
Wie viel wurde denn in die Bankenrettung wirklich hineingesteckt?
Ich habe gerade versucht, das zu ergoogeln, habe aber keine Gesamtzahl gefunden.
Ein paar highlights: "Der Fall Hypo Real Estate ist nach wie vor ungelöst. Der Staat hat 87 Milliarden Euro an Bürgschaften für die Rettung einer Immobilienbank bereitgestellt" (Quelle: http://www.zeit.de/2009/15/DOS-Kanzleramt)
Irlands Bankenrettung kostete angeblich 85 Mrd. (http://www.faz.net/artikel/C30638/bad-b ... 22609.html)
Laut einem gewissen André Chinnow (http://www.chinnow.net/waehrungsreform-schulden.htm) wiederum nur Ausgaben Deutschlands:
= -480 Mrd. Bankenrettung No.I Gesamtkosten (2008)
= -24,95 Mrd. Bankenrettung No.II Gesamtkosten (2010-2003) (soll wohl 2013 heißen, Anm. LR)
= -179,55 Mrd. Bankenrettung No.III Gesamtkosten (2010)
Noch offen: Bankenrettung IV im jahr 2013.
Und zu Italien schreibt aktuell der Focus:
"Euroland-Chefvolkswirt Michels gibt Italien daher noch nicht verloren. „Wichtig ist, dass das Sparpaket beschlossen wird“, mahnt er an. Zugleich sieht Michels aber auch die anderen Euro-Staaten in der Pflicht: „Um die Finanzmärkte zu beruhigen ist ein glaubwürdiger Rettungsfonds erforderlich.“ Michels hält eine Summe von 1,5 bis zwei Billionen Euro für nötig. „Der Fonds hätte dann genügend Geld, um Italien oder auch Spanien und Belgien zu unterstützen.“ Bisher hat der Fonds nur ein Volumen von 750 Milliarden Euro."
http://www.focus.de/finanzen/news/staat ... 44755.html
Ich weiß nicht, was stimmt. ich weiß sehr wohl, dass ich gelegentlich zur Paranoia neige. Aber irgendwie habe ich ständig das Gefühl, da wird ein Spiel gespielt, dass ich nicht durchschaue, und bei dem wieder einmal ein paar Konzerne oder Superreiche als Gewinner aussteigen werden.
Könnte mir bitte jemand in einfachen Worten erklären, warum mein komisches Gefühl ungerechtfertigt ist?
Livia
Ich habe gerade versucht, das zu ergoogeln, habe aber keine Gesamtzahl gefunden.
Ein paar highlights: "Der Fall Hypo Real Estate ist nach wie vor ungelöst. Der Staat hat 87 Milliarden Euro an Bürgschaften für die Rettung einer Immobilienbank bereitgestellt" (Quelle: http://www.zeit.de/2009/15/DOS-Kanzleramt)
Irlands Bankenrettung kostete angeblich 85 Mrd. (http://www.faz.net/artikel/C30638/bad-b ... 22609.html)
Laut einem gewissen André Chinnow (http://www.chinnow.net/waehrungsreform-schulden.htm) wiederum nur Ausgaben Deutschlands:
= -480 Mrd. Bankenrettung No.I Gesamtkosten (2008)
= -24,95 Mrd. Bankenrettung No.II Gesamtkosten (2010-2003) (soll wohl 2013 heißen, Anm. LR)
= -179,55 Mrd. Bankenrettung No.III Gesamtkosten (2010)
Noch offen: Bankenrettung IV im jahr 2013.
Und zu Italien schreibt aktuell der Focus:
"Euroland-Chefvolkswirt Michels gibt Italien daher noch nicht verloren. „Wichtig ist, dass das Sparpaket beschlossen wird“, mahnt er an. Zugleich sieht Michels aber auch die anderen Euro-Staaten in der Pflicht: „Um die Finanzmärkte zu beruhigen ist ein glaubwürdiger Rettungsfonds erforderlich.“ Michels hält eine Summe von 1,5 bis zwei Billionen Euro für nötig. „Der Fonds hätte dann genügend Geld, um Italien oder auch Spanien und Belgien zu unterstützen.“ Bisher hat der Fonds nur ein Volumen von 750 Milliarden Euro."
http://www.focus.de/finanzen/news/staat ... 44755.html
Ich weiß nicht, was stimmt. ich weiß sehr wohl, dass ich gelegentlich zur Paranoia neige. Aber irgendwie habe ich ständig das Gefühl, da wird ein Spiel gespielt, dass ich nicht durchschaue, und bei dem wieder einmal ein paar Konzerne oder Superreiche als Gewinner aussteigen werden.
Könnte mir bitte jemand in einfachen Worten erklären, warum mein komisches Gefühl ungerechtfertigt ist?
Livia
Männer sind Schweine. Aber jede will doch ab und zu mal Schwein haben.
Re: Zu groß, um gerettet zu werden
von Livia Rohrmoser » 13. Juli 2011, 16:45
Gerald König hat geschrieben:Wenn es Italien oder Spanien "sprengt" (sprich: wenn dort nicht umgehend der Staatshaushalt erfolgreich saniert ist), war "Lehmann & Co." 2008/2009 ein Lercherlschas dagegen.
Das ist genau der Grund, warum ich als in Sachen Wirtschaft Unbedarfte und normalerweise auch höchstens mäßig Interessierte so irritiert bin.
Ich fühle mich zu alt für gewalttätige Revolutionen, Kriege oder ähnliches.
Livia
Männer sind Schweine. Aber jede will doch ab und zu mal Schwein haben.
Re: Zu groß, um gerettet zu werden
von Gerald König » 13. Juli 2011, 16:50
Livia Rohrmoser hat geschrieben:Und zu Italien schreibt aktuell der Focus:
"Euroland-Chefvolkswirt Michels gibt Italien daher noch nicht verloren. „Wichtig ist, dass das Sparpaket beschlossen wird“, mahnt er an. Zugleich sieht Michels aber auch die anderen Euro-Staaten in der Pflicht: „Um die Finanzmärkte zu beruhigen ist ein glaubwürdiger Rettungsfonds erforderlich.“ Michels hält eine Summe von 1,5 bis zwei Billionen Euro für nötig. „Der Fonds hätte dann genügend Geld, um Italien oder auch Spanien und Belgien zu unterstützen.“ Bisher hat der Fonds nur ein Volumen von 750 Milliarden Euro."
http://www.focus.de/finanzen/news/staat ... 44755.html
Ich weiß nicht, was stimmt. ich weiß sehr wohl, dass ich gelegentlich zur Paranoia neige. Aber irgendwie habe ich ständig das Gefühl, da wird ein Spiel gespielt, dass ich nicht durchschaue, und bei dem wieder einmal ein paar Konzerne oder Superreiche als Gewinner aussteigen werden.
Könnte mir bitte jemand in einfachen Worten erklären, warum mein komisches Gefühl ungerechtfertigt ist?
die o.g. zahlen halte ich für realistisch - aber was weiß schon der kleine mann;-)
das böse spiel besteht IMO primär daraus, dass staaten (und auch teile deren bevölkerung) seit jahrzehnten einfach über ihren verhältnissen leben.
die angst vor den wählern lähmt die politik.
österreich inklusive.
das gefühl der gewinnsituation für konzerne und superreiche teile ich nicht - die hatten 2008/2009/2010 auch ziemlich grobe probleme.
wenn diese auch anders zu betrachten sind als die probleme der sozial schwächeren - ob man 200 mille oder 350 mille hat, sollte eigentlich ziemlich wurscht sein...
lgg
Re: Zu groß, um gerettet zu werden
von Gerald König » 13. Juli 2011, 16:56
Livia Rohrmoser hat geschrieben:Das ist genau der Grund, warum ich als in Sachen Wirtschaft Unbedarfte und normalerweise auch höchstens mäßig Interessierte so irritiert bin.
Ich fühle mich zu alt für gewalttätige Revolutionen, Kriege oder ähnliches.
Livia
Da bist Du wohl nicht alleine.
Mir ist es aber deutlich lieber, EU-Fachleute (die oft gar nicht so schlecht liegen) nehmen das demnächst in die Hand, als der Herr Faymann, Spindelegger oder gar Strache & Co.
In Summe dürfte die Wahrheit aber beim (halbwegs vorhandenen) Blackbox-Konsens liegen: Eine Umverteilung ist längst notwendig - die Vermögenssteuern sind Europaweit (und in Österreich sowieso) deutlich zu niedrig.
lgg
Re: Zu groß, um gerettet zu werden
von Susanne Ofner » 13. Juli 2011, 17:04
Gerald König hat geschrieben:dass staaten (und auch teile deren bevölkerung) seit jahrzehnten einfach über ihren verhältnissen leben
Tschuldige, aber ich kriege mittlerweile Aggressionen gegen diese überaus schwammige Behauptung.
Wer lebt über wessen Verhältnisse und warum, was sind die Verhältnisse, und wem steht wieviel zu? Und wer definiert das?
Angesichts der Tatsache, dass bekanntlich unverändert die Reichen reicher und die Armen ärmer werden, und angesichts der Tatsache, dass Banken gerettet werden müssen, während Flüchtlinge im Meer ertrinken dürfen (sorry für die Polemik), ist die Frage nach der Definitionsmacht eine überaus relevante.
Su
Re: Zu groß, um gerettet zu werden
von Gerald König » 13. Juli 2011, 17:25
Susanne Ofner hat geschrieben:Tschuldige, aber ich kriege mittlerweile Aggressionen gegen diese überaus schwammige Behauptung.
Wer lebt über wessen Verhältnisse und warum, was sind die Verhältnisse, und wem steht wieviel zu? Und wer definiert das?
Angesichts der Tatsache, dass bekanntlich unverändert die Reichen reicher und die Armen ärmer werden, und angesichts der Tatsache, dass Banken gerettet werden müssen, während Flüchtlinge im Meer ertrinken dürfen (sorry für die Polemik), ist die Frage nach der Definitionsmacht eine überaus relevante.
das da definiert das:
http://www.staatsschulden.at/
und der daraus für mich folgende schluss, dass ich diesen rucksack der nächsten generation nicht umschnallen will. und wegzaubern geht wohl nicht.
ist wohl auch relevant.
die polemik verzeih ich dir - nehme mir aber das recht heraus, sie zu ignorieren.
lgg
Re: Zu groß, um gerettet zu werden
von Michael Suda » 13. Juli 2011, 18:08
Susanne Ofner hat geschrieben:Gerald König hat geschrieben:dass staaten (und auch teile deren bevölkerung) seit jahrzehnten einfach über ihren verhältnissen leben
Tschuldige, aber ich kriege mittlerweile Aggressionen gegen diese überaus schwammige Behauptung.
Wer lebt über wessen Verhältnisse und warum, was sind die Verhältnisse, und wem steht wieviel zu? Und wer definiert das?
Unpolitisch betrachtet? Der metaphorische Rechenschieber bzw., realer, die Excel-Tabelle der/des Kalkulantin/Kalkulanten.
Der amtliche Staatsschuldenausschuss und die ÖNB geben die aktuelle Finanzschuld des Bundes (per Mai 2011) mit, ta-da!,
€ 176.543.000.000,--
an. Das sind in Worten Einhundertsechsundsiebzig Milliarden fünfhundertdreiundvierzig Millionen Euros. Die Länder sind da noch gar nicht mitgerechnet. Die Gesamtstaatsschuldenquote ("Maastricht-Quote") liegt iirc bei über 71 % des BIP.
Ordentlich viel Gerschtl, Reschpekt!
Der bugetierte reale Abgang des ordentlichen Bundeshaushalts für 2011 (ohne "Ausgleichshaushalt", also ohne Schuldengebarung) beträgt € 7.622.000.000, die durch Schuldenmachen zu decken sind. Zahlt eh die nächste Generation, "aprés nous le déluge" (wie schon die Pompadour wusste).
Derzeit zahlt Österreich etwa 3,3 bis 3,5 % p.a. für die Zinsen neu emittierter langfristiger Staatsanleihen. Nur: Griechenland, das schon immer als deutlich unsolider gegolten hat, hielt 2008 auch noch bei 4,78 und steht derzeit (Juni 2011) bei sage und schreibe 16,59 %. Für weniger bekommt die griechische Regierung auf den Finanzmärkten keinen lumpigen Cent mehr. So was geht schnell! Und das kann man nicht per Gesetz ändern, das ist wirklich "der Markt" in seiner gnadenlosen, unerbittlichsten Form. Und daran sind nicht nur die umstrittenen (und auch ein bisserl über-dämonisierten) Ratingagenturen schuld!
Auf Dauer mehr ausgeben als einnehmen, das geht einfach nicht, und die Kosten steigen, wie man am Beispiel Griechenland sieht, kurz vor dem Prellbock exponentiell an.
Natürlich macht es Sinn, über Steuerreformen und die Erschließung neuer Einnahmequellen nachzudenken. Die Varianten sind bekannt. Aber auch, dass Umverteilen nicht immer und nicht immer problemlos funktioniert.
Besonders reizvoll fände ich es z.B., den Finanzausgleich abzuschaffen und etwa den Ländern zum Ausgleich das alleinige Besteuerungsrecht für Grund und Boden (einschließlich Transaktionen) zu überlassen (Liegenschaften kann man auf der Steuerflucht nicht mit ins Ausland oder ins nächste Bundesland nehmen, sie sind daher ein idealer Ansatzpunkt für regionale und lokale Steuern). Es ist kein durchgerechneter und politisch durchkalkulierter Plan, aber das (o.ä.) würde die "Landesfürsten & Spesenkaiser" deutlich zum Kürzertreten zwingen.
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
bleibt auch mein Himmel versperrt.
bleibt auch mein Himmel versperrt.
(aus Lehárs Operette "Das Land des Lächelns")
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