Banken-Stresstests
Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Bankenrettung, Budgetloch, Arbeitslosigkeit - und wie geht's weiter?
Moderation: Gerald König
Banken-Stresstests
von Stefan Puregger » 31. Juli 2010, 18:57
Der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, hält die Banken-Stresstests der Europäischen Union für zu lasch, um seine Ergebnisse wirklich ernst zu nehmen. „Wenn von den Schülern kaum jemand durchfällt, weckt das den Verdacht, der Lehrer habe beide Augen zugedrückt“, schreibt Sinn in der neuesten Ausgabe des Magazins WirtschaftsWoche.
„In der Tat wurden die Zinsaufschläge für einen wirklichen Stresstest ungewöhnlich klein gewählt“, kritisiert der ifo-Präsident. So habe der im Test unterstellte Spread der Euro-Länder gegenüber Deutschland nur 1,49 Prozentpunkte betragen. „Doch schon am 29. Juni, in eigentlich ruhigen Zeiten, kam der Spread mit einem Wert von 1,44 dem Krisenszenario sehr nahe“, schreibt Sinn.
Befremdlich findet er darüber hinaus, dass die Abschreibungen im Test nur auf Papiere vorgenommen wurden, „die Banken im Handelsbuch führen, nicht aber auf jede, die im Anlagebuch stehen – und das ist der Löwenanteil“. Offenbar habe der Test „eine Ausweitung und Verlängerung der Rettungsmaßnahmen unterstellt, obwohl es solche Beschlüsse noch gar nicht gibt“, schreibt Sinn.
Damit aber haben die Stresstests auf den Märkten „eine neue Wirklichkeit geschaffen“, so Sinn. „Auch wenn sie selbst nichts taugen, werden sie vielleicht als Selbstverpflichtung der anderen EU-Länder interpretiert, Deutschland zu einer Verlängerung der Rettungsmaßnahmen ohne eine Mitbeteiligung der Gläubiger zu bewegen.“ Das, so Sinn, sei zwar eine gute Nachricht für die Eigentümer von Bankaktien, doch eine schlechte für die deutschen Steuerzahler
mmnews.de
L. G. STEFAN P.
„In der Tat wurden die Zinsaufschläge für einen wirklichen Stresstest ungewöhnlich klein gewählt“, kritisiert der ifo-Präsident. So habe der im Test unterstellte Spread der Euro-Länder gegenüber Deutschland nur 1,49 Prozentpunkte betragen. „Doch schon am 29. Juni, in eigentlich ruhigen Zeiten, kam der Spread mit einem Wert von 1,44 dem Krisenszenario sehr nahe“, schreibt Sinn.
Befremdlich findet er darüber hinaus, dass die Abschreibungen im Test nur auf Papiere vorgenommen wurden, „die Banken im Handelsbuch führen, nicht aber auf jede, die im Anlagebuch stehen – und das ist der Löwenanteil“. Offenbar habe der Test „eine Ausweitung und Verlängerung der Rettungsmaßnahmen unterstellt, obwohl es solche Beschlüsse noch gar nicht gibt“, schreibt Sinn.
Damit aber haben die Stresstests auf den Märkten „eine neue Wirklichkeit geschaffen“, so Sinn. „Auch wenn sie selbst nichts taugen, werden sie vielleicht als Selbstverpflichtung der anderen EU-Länder interpretiert, Deutschland zu einer Verlängerung der Rettungsmaßnahmen ohne eine Mitbeteiligung der Gläubiger zu bewegen.“ Das, so Sinn, sei zwar eine gute Nachricht für die Eigentümer von Bankaktien, doch eine schlechte für die deutschen Steuerzahler
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Nicht Jeder der auf dich sch.... ist dein Feind und nicht Jeder der dich aus der Sch..... zieht ist dein Freund!
Re: Banken-Stresstests
von Harald Silvio Frassine » 31. Juli 2010, 20:56
also versteh ich das richtig: statt der gläubiger werden wieder wir alle zahlen, wenn's kracht?
2 Beiträge
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