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Linienbenennung

Diskussionen zur Politik in der Bundeshauptstadt.

Moderation: Susanne Ofner

Linienbenennung

Beitragvon Livia Rohrmoser » 19. Juli 2011, 09:17

Ich kannte die Logik und fand sie grundsätzlich auch nicht schlecht, auch wenn sie in der Praxis tatsächlich wenig Bedeutung hat. Sie macht es imho allerdings leichter, sich Routen zu merken.
Ob Touristen sie durchschauen bzw. jemals durchschauten, habe ich allerdings auch meine Zweifel. Den meisten muss man schon das - ebenfalls sehr logische - System der Bezirksanordnung und der Hausnummern erklären. Gerade die Ordnung der Hausnummern war aber in Vorgoogle(/-navi)zeiten schon sehr wichtig, um nicht die Linzer Straße von Anfang bis Ende ablaufen zu müssen.
Die Unterscheidung A/Ak, B/Bk war für mich als Kind wichtig, damit wir wussten, wie wir am schnellsten zum Alten Donau kamen (K stand bei uns für Kaisermühlenwasser ;)).

Livia
PS: In London bin ich ja anfangs ausgezuckt bei Versuchen, eine Adresse zu finden. Nicht nur das manche Straßen bei jeder Kurve den Namen ändern, die haben auch die Tendenz, die Straßen einer Stadtecke nahezu gleich zu benennen: Moon Street, Moon Lane, Moon Crescent, Moon Place, Moon Road, Moon Close - und alle innerhalb von einem Kilometer beieinander. Dazu ungefähr 200 High Streets.
Männer sind Schweine. Aber jede will doch ab und zu mal Schwein haben.
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Livia Rohrmoser
 

Re: Überraschende Totalsperre am Gürtelabschnitt der U6

Beitragvon Dieter Henkel » 19. Juli 2011, 09:32

Livia Rohrmoser hat geschrieben:Ob Touristen sie durchschauen bzw. jemals durchschauten

Darum geht es ja nicht. Ich meinte nur, dass bei einer derart zentralen Veränderung, wie es die Durchbindung der Linien 1 & 2 war, eine Änderung des Liniensignals auf Buchstaben (dem alten System entsprechend) sinnvoll gewesen wäre, weil dann jeder, Tourist oder Einheimischer, sofort bemerkt, dass sich die Linienverläufe geändert haben. So hattest du jede Menge Touristen, die mit falschen Informationen aus Reiseführern kamen.

Versetze dich in Lage von jemandem, der am Schwedenplatz zur Straßenbahn geht und zum Stadtpark will.

Möglichkeit A (jetzt): "Ah, ein 1er, der steht in meinem Reiseführer, da muss ich einsteigen." Wenn der bei Urania dann geradeaus fährt, kommt er drauf, dass er falsch ist (wenn überhaupt so früh, nicht jeder wird den Ring erkennen).

Möglichkeit B (A & B statt 1 & 2): "Hoppala, da gibt es keinen 1er mehr, was ist da los? Mal auf den Plan schauen."

Das gilt analog auch für Einheimische.
Dieter Henkel
 

Re: Überraschende Totalsperre am Gürtelabschnitt der U6

Beitragvon Brigitte Grohmann » 19. Juli 2011, 09:48

Oje wer vertraut denn bitte Reiseführern :-)


brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Brigitte Grohmann
 

Re: Überraschende Totalsperre am Gürtelabschnitt der U6

Beitragvon Susanne Ofner » 19. Juli 2011, 10:35

Brigitte Grohmann hat geschrieben:Also sorry, bevor ich dich gekannt hab, hatte ich keinen Tau, warum welche Linie wie heißt, und hab mich trotzdem zurechtgefunden. Diese innere Logik braucht kein Mensch



Ist auch meine Meinung.
Als ich nach Wien kam und mich zurechtfinden musste, schaute ich auf den Plan und tüftelte mir dort eine Fahrtstrecke aus.
Die Logik hinter Bezeichnungen wie A, Ak, B, Bk etc. blieb mir verschlossen. Ich hatte mit der Zeit einen ungefähren Stadtplan/Linienplan im Kopf, und darauf kam es an.
Wer nur auf Urlaub in Wien ist, kann mit Buchstaben-Zahlen-Logik ganz sicher nichts anfangen, sofern es nicht ausdrücklich wer erklärt. Und solche Erklärungen gibt es aber nirgends an leicht zugänglicher Stelle.

Wenns für die VerkehrsplanerInnen hilfreich ist, sich eine Benennungs-Systematik auszudenken - ok. Aber man darf nicht den Fehlschluss ziehen, dass die breite Öffentlichkeit es intuitiv nachvollziehen kann.
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Re: Überraschende Totalsperre am Gürtelabschnitt der U6

Beitragvon Dieter Henkel » 19. Juli 2011, 14:19

Susanne Ofner hat geschrieben:Wenns für die VerkehrsplanerInnen hilfreich ist, sich eine Benennungs-Systematik auszudenken - ok. Aber man darf nicht den Fehlschluss ziehen, dass die breite Öffentlichkeit es intuitiv nachvollziehen kann.

Sehe ich auch so. Wenn man das System allerdings verstanden hat, hilft es einem sich auch ohne Stadtplan zurechtzufinden.
Dieter Henkel
 

Re: Linienbenennung

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 19. Juli 2011, 16:27

angenehmerweise ist das budapester system dem wienerischen sehr ähnlich, das fand ich sschon hilfreich.
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Re: Linienbenennung

Beitragvon Brigitte Grohmann » 19. Juli 2011, 16:58

ist es? Ist mir nicht aufgefallen.


brigitte
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Re: Linienbenennung

Beitragvon Adrian Heister » 21. März 2012, 11:21

Den selben Fehler habe ich bis vor Kurzem auch gemacht, aber ich wurde ja bereits hier schon diesbezüglich korrigiert!:) In Deutschland haben wir z.B. nur Zahlen für die einzelnen Linien, da muss man sich erstmal dran gewöhnen! So richtig habe ich das Liniennetz auch noch nicht verinnerlicht, aber ich denke das kommt mit der Zeit. Ich ziehe nächsten Monat in das Servitenviertel...Was könnt ihr da zu den Verbindungen sagen? Herrscht dort eine günstige Verbindung? Schaut mal hier für mehr! Die 1 Zimmer Single-Wohnung soll es werden! Hoffe damit keinen Fehlgriff gelandet zu haben?!
Adrian Heister
 

Re: Linienbenennung

Beitragvon Susanne Ofner » 21. März 2012, 17:01

Servitenviertel ist 9. Bezirk, das ist verkehrsmäßig sicher nicht schlecht, aber auch nicht billig, denke ich. Je nach dem, wo die Wohnung genau liegt, hast du es nicht weit zur U4, Straßenbahn D (mit der kommst du bis zum Heurigen in die eine Richtung und zum Ring bis zum Südbahnhof in die andere), Bus 40a. Und auch zu Fuß bist du recht schnell im Zentrum.
In Wien ist aber generell die Anbindung an öffentlichen Verkehr gut, sofern man nicht sehr weit am Stadtrand wohnt.
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Re: Linienbenennung

Beitragvon Dieter Henkel » 21. März 2012, 18:15

Oder zusätzlich 33 und 5 und S-Bahn wenn du in der Nähe vom Franz-Josefs-Bahnhof wohnst, bzw. 37,38,40,41,42 und U2 wenn du in der Nähe von Währiger Straße/Schottentor bist. Das Rad ist sicher auch immer wieder eine gute Alternative.
Dieter Henkel
 

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