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Bezirkseinteilungen

Diskussionen zur Politik in der Bundeshauptstadt.

Moderation: Susanne Ofner

Re: Bezirkseinteilungen

Beitragvon Helmuth Korn » 30. Juli 2011, 16:54

Livia Rohrmoser hat geschrieben:
Helmuth Korn hat geschrieben: die untere neustiftgasse hätte ja das potenzial für eine lokalmeile aber da müßte die stadt wien halt was unternehmen

Was denn?
Livia


das gleiche was sie am brunnenmarkt in ottakring gemacht hat, indem sie sich dafür engagiert hat das dort investiert wird bzw. selbst investiert hat.
Helmuth Korn
 

Re: Bezirkseinteilungen

Beitragvon Livia Rohrmoser » 30. Juli 2011, 20:05

Wie haben sie das am Brunnenmarkt gemacht?
Ich frage nicht provokant, ich weiß es wirklich nicht, weil ich dieses Thema nie verfolgt habe.
Aber wenn da schon jemand ist, der mir das erklären kann: Welche Maßnahmen sind sinnvoll, um eine Gegend zu beleben? Spezifische Förderungen von Investitionen dort (schafft das nicht Ungerechtigkeit)? Als Stadt selbst dort Lokale öffnen (kann ich mir nicht recht vorstellen)?
Mir fallt ad hoc nix ein, wie man so was macht.
Livia
Männer sind Schweine. Aber jede will doch ab und zu mal Schwein haben.
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Livia Rohrmoser
 

Re: Bezirkseinteilungen

Beitragvon Gerhard Eichberger » 2. November 2011, 20:26

Gerhard Eichberger


Von diesem Thema habe ich erst ein Stückerl gelesen...

Livia Rohrmoser hat geschrieben:
Susanne Ofner hat geschrieben:Das ist für mich auch einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Stadt und Land: man hat in der Stadt ein größeres leicht erreichbares Gebiet zur Verfügung, innerhalb dessen man sich Zugehörigkeitspunkte aussuchen kann.

Also flächenmäßig ist das Gebiet am Land allemal größer und auch ansonsten ist es eigentlich genau so. Schon alleine durch die Verwandtschaften in anderen Orten haben die meisten mehr als einen Ort zum "zugehörig fühlen". Außerdem arbeiten die Nachbarorte hier zusammen - allein schon durch die freiwilligen Feuerwehren, die zusammenarbeiten müssen, durch die Kirchen, die nicht mehr in jedem Nest besetzt werden können und durch so Dinge wie Abwassergenossenschaften usw.

Da gibt's aber einen deutlichen Unterschied zwischen dem nördlichen und denm südlichen Niederösterreich. Das hat historische Ursachen: Nördlich der Donau waren die Germanen, südlich die Kelten.

Daß die Donau jahrtausendelang eine Grenze war, merkt man heute noch deutlich am Dialekt. Aber auch am Verhalten der Leute. So merke ich, daß im Weinviertel oder im Waldviertel oder auch im nördlichgen Tullnerfeld (eigentlich ganz nahe von uns, beispielsweise in Schmida, Zaina oder dem zu Tulln eingemendeten Ortschaften Neuaigen und Mollersdorf) die Ortschaften miteinander zusammenarbeiten. Bei uns südlich der Donau hingegen überhaupt nicht: Du wirst beim Langenlebarner Sportlerheurigen keine Leute aus Muckendorf oder gar aus Wipfing finden. Die Langenlebarner fahren auch ungern in die Lokale nach Tulln (eher gezwungenermaßen, weil es hier keine Disco mehr gibt und auch kein Café oder was zur Abendunterhaltung) - da bin ja ich schon eine ziemliche Ausnahme, aber ich bin ja auch nur ein Halb-Langenlebarner (die Familie meiner Mutter kam ursprünglich aus Mähren).

Das hat offenbar etwas damit zu tun, daß die Germanen staatlich organisiert waren, das heißt, es dort eine Zusammenarbeit zwischen den Ortschaften gegeben hat. Bei den Kelten hingegen war es so, daß diese nach Stämmen organisiert waren - ein Stamm besteht demnach aus den Bewohnern einer Ortschaft oder auch nur eines Ortsteiles.

So hatte in einer Aussendung mal jemand ganz richtig geschrieben, daß Langenlebarn keine eigentliche Ortsmitte hat. Als Ortsmitte ist ja jene Stelle an der B14 definiert, wo sich die Schule befindet. Das aber ist die Grenze zwischen den Ortsteilen Oberaigen und Unteraigen. Und es gibt bei uns heute noch Leute, die die Nase rümpfen, wenn Oberaigner undf Unteraigner miteinander heiraten. (Übrigens hat unsere Agrargemeinschaft Langenlebarn-Unteraigen immer wieder Probleme mit der Oberaigener Agrargemeinschaft, welche sich "Göttweiger Untertanen" nennt.)

Naja, diese alten Gepflogenheiten machen sich heute noch bemerkbar. Es gibt Viele, die in Langenlebarn zugezogen sind, aber die bleiben im Grunde Fremde in ihrer Heimat.

Weiters pflegt man hier Unannehmlichkeiten an die Nachbarorte abzugeben. So mußten bei uns die Handymasten entfernt werden, dafür haben sie in Muckendorf einen aufgestellt, gegen den die Muckendorfer jetzt rebellieren. Und daß die Tullner Südumfahrung unmittelbar vor Langenlebarn endet (und der Verkehr nach wie vor und sogar verstärkt durch Langenlebarn rollt), obwohl Langenlebarn zu Tulln eingemeindet ist, sehe ich im selben Zusammenhang.


Gerhard
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Re: Bezirkseinteilungen

Beitragvon Livia Rohrmoser » 2. November 2011, 21:50

Ich hätte dein Weltbild für ein kleines bisschen moderner gehalten.
Livia
Männer sind Schweine. Aber jede will doch ab und zu mal Schwein haben.
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Re: Bezirkseinteilungen

Beitragvon Dieter Henkel » 3. November 2011, 08:14

Livia Rohrmoser hat geschrieben:Ich hätte dein Weltbild für ein kleines bisschen moderner gehalten.

Aufwachen! ;-)
Dieter Henkel
 

Re: Bezirkseinteilungen

Beitragvon Michael Suda » 3. November 2011, 09:29

Livia Rohrmoser hat geschrieben:Ich hätte dein Weltbild für ein kleines bisschen moderner gehalten.

Willst du etwa behaupten, die Sonne kreise nicht um die Erde, und ein gewisses kleines Dorf im Tullnerfeld sei nicht das letzte Siedlungsgebiet kriegslüsterner aber kunstsinniger Hunnen sondern weicheiiger Kelten (oder gar Germanen)?

Hebe dich hinweg! Mit deinen Ansichten passt du vielleicht in ein Jahrhundert mit vierstelligen Jahreszahlen, aber hierher? ;-)

Und überhaupt: Was hast das mit Wien zu tun?
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
bleibt auch mein Himmel versperrt.
(aus Lehárs Operette "Das Land des Lächelns")
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Michael Suda
 

Re: Bezirkseinteilungen

Beitragvon Susanne Ofner » 3. November 2011, 09:52

Michael Suda hat geschrieben:Jahrhundert mit vierstelligen Jahreszahlen



Danke fürs Servieren dieses Lachers zum Frühstück!
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