ökobox
Erderwärmung, Verkehrspolitik, Energiewende - oder auch nicht?
Moderation: Harald Silvio Frassine
ökobox
von Gerald König » 5. April 2010, 22:13
stelle morgen wieder brav 2 volle ökoboxen vor die türe - und frage mich anlässlich dieser gewohnheit, ob das auch wirklich sinn macht:
bei so wenig rohstoff besteht ja doch einiger sammel- und kostenaufwand:
die box selbst, sammelkosten, recycling...
kann sich das rechnen?
lgg
bei so wenig rohstoff besteht ja doch einiger sammel- und kostenaufwand:
die box selbst, sammelkosten, recycling...
kann sich das rechnen?
lgg
Re: ökobox
von Susanne Ofner » 6. April 2010, 00:02
Ich sammle keine "Öko"-Boxen, denn ich halte das für Augenauswischerei.
Wenn es Pfandflaschen gibt, verwende ich Pfandflaschen, denn die kann man tatsächlich eins zu eins recyclen (waschen und neu befüllen).
Bei den beschichteten Packerln ist das sortenreine Trennen der Bestandteile kaum möglich und bedeutet hohen technologischen Aufwand. Und es ist nicht möglich, aus einem Saft-/Milchpackerl wieder ein Saft-/Milchpackerl zu machen.
Öko ist die "Öko"-Box sicher nicht.
Wenn es Pfandflaschen gibt, verwende ich Pfandflaschen, denn die kann man tatsächlich eins zu eins recyclen (waschen und neu befüllen).
Bei den beschichteten Packerln ist das sortenreine Trennen der Bestandteile kaum möglich und bedeutet hohen technologischen Aufwand. Und es ist nicht möglich, aus einem Saft-/Milchpackerl wieder ein Saft-/Milchpackerl zu machen.
Öko ist die "Öko"-Box sicher nicht.
Su
Re: ökobox
von Brigitte Grohmann » 6. April 2010, 07:45
Der IMO einzige Vorteil der Ökobox: keine spitzen Packerlecken, die das Mistsackerl zerreissen...
brigitte
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If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Re: ökobox
von Gerald König » 6. April 2010, 08:15
bei flaschen kann ich mir einen mehrwert durch recycling durchaus vorstellen: denn hier bringe ich die dinger zum (großen) container und der wird dann (zumeist recht voll) abgeholt.
da könnte sich die rechnung schon eher ausgehen...
lgg
da könnte sich die rechnung schon eher ausgehen...
lgg
Re: ökobox
von Dieter Henkel » 6. April 2010, 13:01
Ich trenne zwar gerne Müll, aber bei den Packerln ist die Grenze erreicht. Das Hauptproblem dabei ist, dass ich die nicht jederzeit zum Sammelcontainer tragen kann sondern an genau dem Tag (bzw. dem Vortag) daran denken muss, wenn sie abgeholt werden.
Re: ökobox
von Harald Silvio Frassine » 6. April 2010, 14:21
Habe keine Ahnung, was die mit den Ökoboxen eigentlich machen, müsstma recherchieren. Karton müsste sich duch auflösen in Wasser von Alu und PE trennen lassen. Einen VOrteil hat es aber auf jeden fall: Im Unterschied zum Restmüll muss ich für die Entsorgung nix zahlen!
Re: ökobox
von Gerald König » 6. April 2010, 16:19
ich verpasse auch so manchen termin - aber dann stell ich eben das nächste mal gleich 2 boxen vor die haustüre...
und wenn die dann einmal 2 tage herumstehen, passiert auch nicht viel...
irgendjemand, der meint, die box verdiene ihren namen?
lgg
und wenn die dann einmal 2 tage herumstehen, passiert auch nicht viel...
irgendjemand, der meint, die box verdiene ihren namen?
lgg
Dieter Henkel hat geschrieben:Ich trenne zwar gerne Müll, aber bei den Packerln ist die Grenze erreicht. Das Hauptproblem dabei ist, dass ich die nicht jederzeit zum Sammelcontainer tragen kann sondern an genau dem Tag (bzw. dem Vortag) daran denken muss, wenn sie abgeholt werden.
Re: ökobox
von Kurt Radowisch » 6. April 2010, 17:17
Ich finde, es sollte so sein, daß man für die Getränke(Milch)flasche 20 Cent Einsatz zahlt, die kriegt man wieder, auf die Einwegpackung zahlt man 20 Cent Entsorgungsbeitrag, die kriegt man nicht wieder.
Was glaubt ihr, wie schnell die Einwegpackungen vom Markt verschwunden wären!
Vor ca. 20 Jahren waren wir campen in Polen. Da zahlten wir für 1 Liter Milch 650 Zloty (800 Zl entsprachen damals 1 Schilling!), aber der Flascheneinsatz betrug 600 Zloty. Da kam JEDE Flasche retour.
Und als ich ein Kind war, gab es Sodawasser in der Literflasche, mit Dosierhebel. Das Wasser kostete 60 - 80 Groschen, aber 10 Schilling waren Einsatz für die Flasche! Das war damals ein kleines Vermögen. Dann kamen die Flaschen mit den Patronen für den Heimgebrauch auf, aber sogar diese waren anfangs noch auf Mehrwegsystem ausgerichtet.
LG Kurt
Was glaubt ihr, wie schnell die Einwegpackungen vom Markt verschwunden wären!
Vor ca. 20 Jahren waren wir campen in Polen. Da zahlten wir für 1 Liter Milch 650 Zloty (800 Zl entsprachen damals 1 Schilling!), aber der Flascheneinsatz betrug 600 Zloty. Da kam JEDE Flasche retour.
Und als ich ein Kind war, gab es Sodawasser in der Literflasche, mit Dosierhebel. Das Wasser kostete 60 - 80 Groschen, aber 10 Schilling waren Einsatz für die Flasche! Das war damals ein kleines Vermögen. Dann kamen die Flaschen mit den Patronen für den Heimgebrauch auf, aber sogar diese waren anfangs noch auf Mehrwegsystem ausgerichtet.
LG Kurt
Re: ökobox
von Harald Silvio Frassine » 6. April 2010, 17:37
So ist das also:
"Bei der stofflichen Verwertung wird in der Kartonfabrik der Getränkekarton in seine Bestandteile (Zellulose, Polyethylen, Aluminium) aufgelöst. Die so gewonnene Zellulose (rund 80% des Getränkekartons bestehen aus Zellulose) gelangt direkt in die Kartonproduktion. Polyethylen und Aluminium werden als Reject ausgeschieden und in der Industrie als Ersatzbrennstoff verwendet."
Q.: http://www.oekobox.at/recycling_verfahren.shtml
"Bei der stofflichen Verwertung wird in der Kartonfabrik der Getränkekarton in seine Bestandteile (Zellulose, Polyethylen, Aluminium) aufgelöst. Die so gewonnene Zellulose (rund 80% des Getränkekartons bestehen aus Zellulose) gelangt direkt in die Kartonproduktion. Polyethylen und Aluminium werden als Reject ausgeschieden und in der Industrie als Ersatzbrennstoff verwendet."
Q.: http://www.oekobox.at/recycling_verfahren.shtml
Re: ökobox
von Brigitte Grohmann » 6. April 2010, 17:40
Kurt Radowisch hat geschrieben:Ich finde, es sollte so sein, daß man für die Getränke(Milch)flasche 20 Cent Einsatz zahlt, die kriegt man wieder, auf die Einwegpackung zahlt man 20 Cent Entsorgungsbeitrag, die kriegt man nicht wieder.
Was glaubt ihr, wie schnell die Einwegpackungen vom Markt verschwunden wären!
Konsumenten unterliegen tendentiell dem Irrglauben, sie wären es, die bestimmen, was am Markt angeboten wird. Das stimmt aber nur zum Teil :-)
brigitte
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