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Klimwandel: Das Geheimnis der Wolken

Erderwärmung, Verkehrspolitik, Energiewende - oder auch nicht?

Moderation: Harald Silvio Frassine

Klimwandel: Das Geheimnis der Wolken

Beitragvon Alexander Nuschy » 7. April 2010, 20:03

Ich möchte euch in diesem Thread auf ein interessantes Video (arte-Dokumentation) hinweisen:


Das für den Klimawandel in erster Linie die von Menschen verursachten CO2-Emissionen verantwortlich sein sollen, zieht eine Gruppe von Wissenschaftlern um den dänischen Physiker Henrik Svensmark in Zweifel. Für sie sind Zusammenhänge magnetischer Sonnenaktivität, kosmischer Strahlung und Wolkenbildung für die Erdtemperaturen von erheblicher Bedeutung.

Es gibt mehrere multidisziplinäre wissenschaftliche Studien, die die CO2-Hypothese infrage stellen. So fahndet der dänische Physiker Henrik Svensmark seit längerer Zeit nach anderen Ursachen für die globale Erwärmung. Er entdeckte neue Zusammenhänge zwischen der magnetischen Sonnenaktivität, der kosmischen Strahlung und der die Erdtemperaturen regulierenden Wolkenbildung. Die Existenz des Klimawandels wird nicht in Abrede gestellt, immer mehr Wissenschaftler setzen ihn aber mit den natürlichen Mechanismen in Beziehung, die sich in Zeit und Raum vollziehen.

Geologen, Astronomen und Paläoklimatologen wie Henrik Svensmark, Nir Shaviv und Jan Veizer betrachten die Klimaentwicklung über 500 Millionen Jahre hinweg. Ihrer Meinung nach muss die globale Erwärmung in Kenntnis der in jüngster Zeit erforschten komplexeren Beziehungen untersucht werden. Lars Oxfeldt Mortensen beleuchtet in seiner Wissenschaftsdokumentation diese internationale Forschung.



Part 1 - Part 5

http://www.youtube.com/watch?v=BTtDgPrM ... r_embedded

http://www.youtube.com/watch?v=Ktu9Piue ... r_embedded

http://www.youtube.com/watch?v=iEBF6iVS ... r_embedded

http://www.youtube.com/watch?v=gLgqtyI- ... r_embedded

http://www.youtube.com/watch?v=-Qy-mVvH ... r_embedded
Alexander Nuschy
 

Re: Klimwandel: Das Geheimnis der Wolken

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 8. April 2010, 07:36

werd mir die videos erst anschaun. kann aber einstweilen folgendes sagen:

- für eine änderung der sonnenaktivität sind mir, außer dem 11jährigen zyklus, eigentlich keine anzeichen bekannt - dagegen sprechen der funktionsmechanismus der sonne und die bisherige biologische und klimatische entwicklung der erde.

- unbestreitbar ist, dass sich der co2-gehalt der erdatmosphäre seit beginn des industriezeitalters mehr als verdoppelt hat. eine natürliche ursache (erhöhter vulkanismus) ist dafür auszuschließen.

- unbestreitbar ist, dass co2 einen glashauseffekt hervorruft: im experiment, auf der 500°C heißen venusoberfläche, und auch auf der erde, die ohne dem von vulkanen ausgestoßenen co2 völlig vereist wäre.

- ob sich die erde tatsächlich erwärmt oder im gegenteil abkühlt, war lange zeit unsicher. in den letzten 20 jahren ist der trend aber eindeutig geworden.

- wir befinden uns seit langem in einer wärmeperiode, die aktuelle entwicklung geht aber für die normalen zwischeneiszeitlichen schwankungen zu schnell.

- andere mögliche einflussgrößen, wie wolkenbildung durch mehr staub, würden eher eine abkühlung erwarten lassen, die aber nicht beobachtbar ist. andere faktoren, wie die methaneisfreisetzung, sind unmöglich die ursache, sondern offenbar verstärkende folge der erwärmung.

- kriminalistisch gesprochen, haben wir damit also sowohl waffe (co2) als auch leiche (erwärmung). dass das eine mit dem anderen in keinem direkten zusammenhang stehen sollte, erscheint mir also unwahrscheinlich.
Politik ist zu wichtig, um sie den PolitikerInnen zu überlassen. Skype Me™!
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Harald Silvio Frassine
 

Re: Klimwandel: Das Geheimnis der Wolken

Beitragvon Dieter Henkel » 8. April 2010, 08:38

Selbst wenn wir nur zu einem Teil an der Klimaveränderung schuld sein sollten, ist das noch lange kein Grund, nichts dagegen zu tun. Schließlich haben wir auch mit den Veränderungen zu leben.
Dieter Henkel
 

Re: Klimwandel: Das Geheimnis der Wolken

Beitragvon Alexander Nuschy » 8. April 2010, 18:41

Ich bin überzeugt, dass es in den letzten Jahrzehnten einen Klimawandel gegeben hat und dass sich dieser Trend auch fortsetzten wird. An der Theorie des (großteils) anthropogenen Klimawandels durch CO2 habe ich aber meine Zweifel.

Ich leugne nicht den Einfluss von C02 aufs Klima, aber ich denke, dass dieser sehr stark überschätzt wird. Dies ist zwar die gängige Lehrmeinung, aber es hat schon öfters Paradigmenwechsel in der Wissenschaftsgeschichte gegeben.

Die Klimaforschung ist immer weniger Wisschenschaft , sondern mehr ein politisches bzw. wirtschaftliches Instrument (Zyniker würden auch Religion sagen). Der Klimawandel ist ein wahnsinniger Motor für den technischen Fortschritt und fördert den globalen Zusammenhalt - das ist unbestritten. Wenn da jetzt einer kommt und droht den ganzen Industriezweig zu beiflussen wird (will) das nicht gerne gesehen (werden). Ich hab nichts dagegen werden Leute mit guter Technologie Geld verdienen, aber bei Worten wie C02-Steuer oder C02-Zertifikaten wird mir schlecht.

Im Video wird dem Physiker keine Chance gegeben seine Theorien zu veröffentlichen. Schade. Ich bin (noch ;) kein Physiker oder Klimaforscher, aber die Theorie scheint mir mindestens genauso plausibel wie die allgemein akzeptierte. Leute, welche gegen den Strom schwimmen werden aber leider überall so behandelt.

ür eine änderung der sonnenaktivität sind mir, außer dem 11jährigen zyklus, eigentlich keine anzeichen bekannt - dagegen sprechen der funktionsmechanismus der sonne und die bisherige biologische und klimatische entwicklung der erde.


Im Video wird meist vom Sonnenmagnetfeld gesprochen. Ich weiß leider nicht ob dies mit der Sonnenaktivität bzw. den verschiedenen Zyklusphasen gleichzusetzen ist. Die Stellung des Sonnensystems in der Galaxie ist laut dem Video auch ein Indikator für die kosmische Strahlung bzw. die Temperatur auf der Erde.

- unbestreitbar ist, dass sich der co2-gehalt der erdatmosphäre seit beginn des industriezeitalters mehr als verdoppelt hat. eine natürliche ursache (erhöhter vulkanismus) ist dafür auszuschließen.


Im Video wird angeführt das der C02 gehalt schon 10 Mal höher war und die Temperatur wesentlich niedriger. Der Co2-Gehalt und die Globaltemperatur korrelieren in keinster Weise perfekt.

unbestreitbar ist, dass co2 einen glashauseffekt hervorruft: im experiment, auf der 500°C heißen venusoberfläche, und auch auf der erde, die ohne dem von vulkanen ausgestoßenen co2 völlig vereist wäre.


Zustimmung. Die CO2-Anteil in der Atmospäre der Venus liegt bei 96,5 % - das werden wir woll nicht schaffen !! =D

- ob sich die erde tatsächlich erwärmt oder im gegenteil abkühlt, war lange zeit unsicher. in den letzten 20 jahren ist der trend aber eindeutig geworden.


Die Temperatur ist in den letzten 10 Jahren stabil geblieben bzw. sehr leicht gesunken. Das konnte man in den letzten Monaten sehr oft in diversen Medien hören. ( http://diepresse.com/home/panorama/klim ... 7/index.do ) Das Klima hängt (wie man im Artikel sieht) von so vielen Faktoren ab und es wird sicher noch dauern bis die Fachwelt Gewissheit hat. Ein Problem ist für mich persönlich, dass einmal dies und dann wieder das gesagt wird (oft von den gleichen Leuten) - wenn man sich nicht dafür interessiert kommt man nicht mit. Ich finde es absolut lächerlich wenn man behauptet, dass die Temperatur in x Jahren und x °C steigen wird wenn man nicht mal zuverlässig ein paar Tage in die Zukunft blicken kann. Ich bin mir bewusst das man Klima nicht mit dem Wort Wetter gleichzusetzen kann.

- wir befinden uns seit langem in einer wärmeperiode, die aktuelle entwicklung geht aber für die normalen zwischeneiszeitlichen schwankungen zu schnell.


Akutell geht nichts schnell.

- andere mögliche einflussgrößen, wie wolkenbildung durch mehr staub, würden eher eine abkühlung erwarten lassen, die aber nicht beobachtbar ist. andere faktoren, wie die methaneisfreisetzung, sind unmöglich die ursache, sondern offenbar verstärkende folge der erwärmung.


Darauf wird im Video eingegangen. Zustimmung beim Methan.

- kriminalistisch gesprochen, haben wir damit also sowohl waffe (co2) als auch leiche (erwärmung). dass das eine mit dem anderen in keinem direkten zusammenhang stehen sollte, erscheint mir also unwahrscheinlich.


Hab ich quasi beantwortet.
Alexander Nuschy
 

Re: Klimwandel: Das Geheimnis der Wolken

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 9. April 2010, 10:39

hab mir die videos jetzt angeschaut - sind beeindruckend!
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Harald Silvio Frassine
 

Re: Klimwandel: Das Geheimnis der Wolken

Beitragvon Brigitte Grohmann » 9. April 2010, 11:43

Ohne sie gesehen zu haben: beeindruckende Videos kann bald jemand. Ich kann auch beeindruckende Präsentationen, dass du mir alles abkaufen würdest :-)


brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Re: Klimwandel: Das Geheimnis der Wolken

Beitragvon Alexander Nuschy » 9. April 2010, 19:32

Wenn man den Film gesehen hat, wäre das für den weiteren Verlauf der Diskussion sicher vorteilhaft ;)
Alexander Nuschy
 

Re: Klimwandel: Das Geheimnis der Wolken

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 9. April 2010, 20:05

also mal schaun ob ich die originalarbeit wo krieg, denn die korrelationen will ich selber sehn!

kurzfassung für die, die das video nicht gesehn haben: das sonnensystem durchquert alle 140 mio. jahre einen der vier spiralarme der milchstraße, wo die kosmische strahlung heftiger ist. dadurch bilden sich auf der erde mehr kondensationskerne und damit mehr tiefe, das sonnenlicht reflektierende wolken, und es wird um 5-10°C kühler.
zusätzlich schwankt das sonnenmagnetfeld; in den letzten jahrzehnten soll es sich etwa verdoppelt haben und damit die kosmische strahlung stärker abhalten, weswegen die wolken abnehmen und es wärmer wird.
Politik ist zu wichtig, um sie den PolitikerInnen zu überlassen. Skype Me™!
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Harald Silvio Frassine
 

Re: Klimwandel: Das Geheimnis der Wolken

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 9. April 2010, 21:55

und hier die kritik dazu:
http://www.stud.uni-graz.at/~moestlch/w ... dklima.pdf
(auf seiten 3ff)

kernaussage: einzigartige erwärmung seit 1970, während die kosmishce strahlung zunimmt, was ja eigentlich kühlende wolken verursachen sollte.

p.s.: wie den literaturangaben zu entnehmen ist, konnte svensmark letztlich doch publizieren.
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