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Cui bono?

Kirchturmverbot? Burka-Pflicht? Buddha-Statuen in Klassenzimmern? Religion ist wieder ein Thema!

Moderation: Michael Eisenriegler

Re: Cui bono?

Beitragvon Andreas Serloth » 9. Februar 2010, 00:35

Michael Eisenriegler hat geschrieben:Naja, Hitler, Stalin, Mao und Pol Pot waren aber nicht wirklich religiös, oder? Die vier zusammen haben wahrscheinlich mehr Leute auf dem Gewissen wie sämtliche Glaubenskrieger vor ihnen, meinst nicht? O.K, es gab früher auch weniger Leute auf der Welt, die umgebracht hätten werden können, aber empirische Evidenz schaut trotzdem anders aus. Wobei ich aber auch nicht das Gegenteil behaupten möchte, echten Humanismus findet man in religiösen Menschen genauso wie bei Atheisten oder Agnostikern. Wie ich schon oben versuchte deutlich zu machen: Ich halte nix von platten Verallgemeinerungen...


Ich stimm dir dahingehend zu, dass "echter" Humanismus _auch_ bei religiösen Menschen anzutreffen ist. Dem Beispiel mit den genannten Tyrannen muss ich dennoch widersprechen, wie ich das schon in einem Vorposting tat -- Hitler, Stalin & Co. hatten halt einfach die Technik auf ihrer Seite. Jeder beliebige Kreuzritter mit Atombombenauslöser in der Hand hätte wohl ähnliche Ergebnisse erzielt und auch gewünscht. Und: Ich halt auch nix von Verallgemeinerungen -- aber Hitler, Stalin & Co. stehen paradigmatisch so gar nicht für Atheismus. Und noch viel weniger natürlich für eine gottlose Ethik, die sich ausschließlich dem Humanismus verpflichtet.


as
Andreas Serloth
 

Re: Cui bono?

Beitragvon Brigitte Grohmann » 9. Februar 2010, 07:28

Erwin Pokorny hat geschrieben:Allerdings gebe ich zu bedenken, dass im Grunde jeder Mensch eine Glaubensrichtung vertritt, so wie jeder Mensch politisch ist, auch wenn er vom Gegenteil überzeugt ist.

Ich vertrete keine Glaubensrichtung. Und wenn noch so oft lässig hingeworfen wird "auch der Glaube an nichts ist ein Glaube", so ist das nunmal falsch.


brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Brigitte Grohmann
 

Re: Cui bono?

Beitragvon Dieter Henkel » 9. Februar 2010, 08:21

Michael Eisenriegler hat geschrieben:
Andreas Serloth hat geschrieben:
Brigitte Grohmann hat geschrieben:Nachsatz: es gibt diese Menschen auch ohne Glaubensrichtung.
Die historisch gesehen deutlich weniger Leid über die Menschheit brachten, sich in der Regel auch wesentlich zivilisierter verhalten als diejenigen mit.

Naja, Hitler, Stalin, Mao und Pol Pot waren aber nicht wirklich religiös, oder? Die vier zusammen haben wahrscheinlich mehr Leute auf dem Gewissen wie sämtliche Glaubenskrieger vor ihnen, meinst nicht?
Ich halte den 30-jährigen Krieg dagegen. Da geschah das meiste im Namen des Glaubens und hatte schlussendlich wesentlich mehr Tote zur Folge als die beiden Weltkriege zusammen. Ganze Landstriche entvölkert, teilweise die Hälfte bis zwei Drittel der Bevölkerung ermordert oder durch Hunger und Seuchen gestorben - da kann kein Pol Pot, Stalin oder Hitler mit (sowohl in absoluten Zahlen und erst recht nicht relativ).
Dieter Henkel
 

Re: Cui bono?

Beitragvon Helmuth Korn » 9. Februar 2010, 13:42

Dieter Henkel hat geschrieben:
Naja, Hitler, Stalin, Mao und Pol Pot waren aber nicht wirklich religiös, oder? Die vier zusammen haben wahrscheinlich mehr Leute auf dem Gewissen wie sämtliche Glaubenskrieger vor ihnen, meinst nicht?
Ich halte den 30-jährigen Krieg dagegen. Da geschah das meiste im Namen des Glaubens und hatte schlussendlich wesentlich mehr Tote zur Folge als die beiden Weltkriege zusammen. Ganze Landstriche entvölkert, teilweise die Hälfte bis zwei Drittel der Bevölkerung ermordert oder durch Hunger und Seuchen gestorben - da kann kein Pol Pot, Stalin oder Hitler mit (sowohl in absoluten Zahlen und erst recht nicht relativ).


also der 1. und 2. weltkrieg waren zusammen für fast 80 millionen tote verantwortlich. die folgen des 1. waren das weite landstriche in frankreich kraterlandschaften waren und bis heute entstellt sind. die folgen des 2. brauch ich nicht extra erwähnen.
Helmuth Korn
 

Re: Cui bono?

Beitragvon Dieter Henkel » 9. Februar 2010, 14:38

Deutschland hatte vor dem 30-jährigen Krieg 17 Mio. Einwohner, nachher 5 Mio (http://de.metapedia.org/wiki/Drei%C3%9F ... iger_Krieg). Die Folgen sind mit denen der Weltkriege durchaus zu vergleichen, wenn auch nicht nicht auf so großer Fläche, da das Kampfgebiet begrenzter war.
Bild

Deutschland brauchte fast zwei Jahrhunderte um sich wieder zu erholen.
Dieter Henkel
 

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