Volksbefragung
Einzug, Zuzug, Nachzug, Flucht. Assistenzeinsatz vs. Rehaugen. Deutsche im Hörsaal, Tschetschenen in Traiskirchen und Türken am Bau. Oder umgekehrt?
Moderation: Julia Braunegg
Re: Volksbefragung
von Stefan Mackovik » 21. Februar 2010, 22:26
Grundsätzlich bin ich ja auch Deiner Meinung: besser eine populistische SPÖ als eine populistische FPÖ - vermutlich hätte die FP schon längst den Bürgermeister, wenn die Roten in Wien nicht so wären, wie sie sind.
Übrigens ist die Wahlbeteiligung jetzt doch ned so schlecht: die zweithöchste bei einer Volksbefragung in Wien!
Übrigens ist die Wahlbeteiligung jetzt doch ned so schlecht: die zweithöchste bei einer Volksbefragung in Wien!
Alfons Haider hat recht.
Re: Volksbefragung
von Michael Eisenriegler » 21. Februar 2010, 23:03
Was man nicht alles übersieht, sorry!
Nur eine kurze Replik auf Stefan: Ich habe mich in meinem Kommentar absichtlich nicht mit inhaltlichen Fragen beschäftigt. Nicht weil die nicht zur Debatte stehen würden, sondern weil es dafür ein klares parlamentarisches bzw. rathäuslerisches Procedere gibt.
Das bedeutet, die Fragen müssen einem nicht gefallen, und man kann sicher auch thematisieren, ob man sie anders hätte stellen sollen oder ob man überhaupt andere Dinge hätte fragen sollen oder ob man überhaupt eine Volksbefragung abhalten hätte sollen. Geschenkt.
Was aber für mich wichtiger als - im konkreten Fall - das Ergebnis ist, ist das Signal, das von Volksbebfragungen (und Wahlen) ausgeht, zu denen keiner hingeht. Wenn also von Teilen des linken und grünen Spektrums dazu aufgerufen wurde, nicht hinzugehen, dann schadet das am allerwenigsten der SPÖ (und es nützt am allerwenigsten den Grünen), sondern es leistet vor allem demokratiefeindlichen und totalitären Kräften Vorschub. Und ich denke, das wollen wir alle nicht...
Zu Glück wurde die Wahlbeteiligung nun doch noch relativ hoch, insofern bin ich etwas beruhigter. Aber das hätte auch ins Auge gehen können.
Liebe Grüße,
Mikee
Bitte keine Supportfragen an mich schicken, sondern ausschließlich an Admin! Danke!
Re: Volksbefragung
von Thomas Wagner » 22. Februar 2010, 10:59
Was mich ziemlich begeistert an der Geschichte hat ist, dass eigentlich die Parteien keinen blassen Schimmer gehabt haben wie sie mit der Situation umgehen sollen.
Die VP zerreist öffentlich Stimmzettel, um sich dann (wie die U-Bahn Entscheidung noch anders gestanden ist) aufzuregen dass sich die Leute von der SP die Antwort reindrucken haben lassen.
Die FP regt sich über "NoNa" Fragen auf, aber z.B. in der City Maut Fragen sind zumindest die Grünen anderer Meinung als die roten, bei der Ganztagsschule zumindest die schwarzen, bei der U-Bahn alle, bei den Hausmeistern haben zumindest schwarz/blau das Gesetz geändert,... Also, die Fragen sind nicht so, dass es nicht 2 verschiedene, verbreitete Meinungen gibt!
Also, wenn alle anderen so chaotisch und panisch reagieren, kanns nicht so schlecht gewesen sein...
Die VP zerreist öffentlich Stimmzettel, um sich dann (wie die U-Bahn Entscheidung noch anders gestanden ist) aufzuregen dass sich die Leute von der SP die Antwort reindrucken haben lassen.
Die FP regt sich über "NoNa" Fragen auf, aber z.B. in der City Maut Fragen sind zumindest die Grünen anderer Meinung als die roten, bei der Ganztagsschule zumindest die schwarzen, bei der U-Bahn alle, bei den Hausmeistern haben zumindest schwarz/blau das Gesetz geändert,... Also, die Fragen sind nicht so, dass es nicht 2 verschiedene, verbreitete Meinungen gibt!
Also, wenn alle anderen so chaotisch und panisch reagieren, kanns nicht so schlecht gewesen sein...
Für mich gilt die Unschuldsvermutung!
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