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Transfrau Yasar durch Abschiebung in Gefahr

Einzug, Zuzug, Nachzug, Flucht. Assistenzeinsatz vs. Rehaugen. Deutsche im Hörsaal, Tschetschenen in Traiskirchen und Türken am Bau. Oder umgekehrt?

Moderation: Julia Braunegg

Transfrau Yasar durch Abschiebung in Gefahr

Beitragvon Michael Suda » 12. Juni 2011, 13:18

Transgender sind, wenn man zahlreichen Berichten glaubt, so wie ich, in der Türkei als Gruppe sozialer Verfolgung ausgesetzt. Wobei hier sicher ganz besonders gilt: Türkei =|= Istanbul (und andere Großstädte).

Der Fall Yasar ist besonders tragisch, weil sie praktisch von einem unfähigen "Flüchtlingsberatungsverein" (wohl eher "Verein zur Förderung der Selbstabschiebung von Asylwerber/innen") in die Bredouille gebracht worden ist (weil man dort einfach eine Rechtsmittelfrist verschnarcht hat). Im Grunde helfen in dieser Sache nur mehr ein Appell an die Menschlichkeit der Frau Bundesministerin für Inneres (einen zweiten Asylantrag leicht augenzwinkernd doch zuzulassen) und politischer Druck. Yasar sitzt derzeit im Wiener "Zweierlandl" (Polizei-Anhaltezentrum Hernalser Gürtel) in Schubhaft - in der Männerabteilung, weil sie personenstandsrechtlich nicht als Frau anerkannt ist. Die Abschiebung ist für den 15. Juni 2011 angesetzt.

Infoseite "Yasar muss bleiben!" (Verein TransX):
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
bleibt auch mein Himmel versperrt.
(aus Lehárs Operette "Das Land des Lächelns")
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Michael Suda
 

Re: Transfrau Yasar durch Abschiebung in Gefahr

Beitragvon Michael Suda » 14. Juni 2011, 19:29

Positive Überraschung:

Ich habe erste Bericht, dass Yasars zweiter Asylantrag doch zugelassen worden ist. Damit wäre die Abschiebung vom Tisch, und sie hätte ein (vorläufiges) Bleiberecht.
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
bleibt auch mein Himmel versperrt.
(aus Lehárs Operette "Das Land des Lächelns")
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