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Migration, Integration von einer anderen Seite gesehen!

Einzug, Zuzug, Nachzug, Flucht. Assistenzeinsatz vs. Rehaugen. Deutsche im Hörsaal, Tschetschenen in Traiskirchen und Türken am Bau. Oder umgekehrt?

Moderation: Julia Braunegg

Migration, Integration von einer anderen Seite gesehen!

Beitragvon Friedrich Stockhammer » 9. März 2011, 19:33

Eine sehr ausführliche Darstellung des Integrations-Problems (fernab von Parteipolitk) habe ich hier gefunden:

Gegen den Sarrazynismus - Ein blinder Fleck der Integrationsdebatte
http://portal.or-om.org/society/GegendenSarrazynismus/tabid/6398/Default.aspx

In dem Artikel werden sehr anschaulich über ein 7 Schichten Modell der
Gesellschaft die Probleme dargelegt.

Ich will den Artikel nicht selbst kommentieren - es soll jeder an sachlicher Diskussion Interessierter selbst lesen!

Frühere Studien zu dem Thema:

http://or-om.org/gastarbeiter_small.pdf
http://portal.or-om.org/society/Migrationsprobleme/tabid/6069/Default.aspx
http://portal.or-om.org/society/Grundrechtskatalog/tabid/6067/Default.aspx

Einen anderen sehr interessanten und aufschlussreichen Artikel in dem die Einwanderung der Böhmen, Mährer und Slowaken (von 1900) beschrieben wird und was wir daraus für die Integration der Türken (u.a. Zuwanderer) lernen können hat Franz Fiala veröffentlicht:
Zuagraste in Wien
http://fiala.cc/Franz.Zuagraste-in-Wien.ashx

Die Tschechen hatten ihre eigenen Schulen und lernten dort ihre Muttersprache plus Deutsch!

Einer der großen Fehler der begangen wird ist, das es keine laizistischen türkischen und arabischen Schulen gibt, somit werden die Kinder zum Teil in Islam Schulen abgedrängt.

Der zweite Fehler, man drängt die Islam Gläubigen in Hinterhof Moscheen ab - eine Moschee sollte öffentlich für Alle zugänglich und die Predigten auch in deutscher Sprache verfügbar sein - das würde die Transparenz wesentlich verbessern!

Österreich (und auch Deutschland) hat es bisher verabsäumt ein echter laizistischer Staat zu werden!
Aus dem Artikel Zuagraste in Wien: »Nur zwei der EU Staaten, Frankreich (seit 1958) und Portugal (seit 1976) haben eine laizistische Verfassung und trennen Kirche und Staat.« Wir sollten alle beginnen »religion« klein zu schreiben ...

Die zum Teil von Hass geprägte öffentliche Diskussion der Rechts-Populisten ist in dem Fall sehr Kontraproduktiv und veranlasst »die andere Seite« ebenfalls »aufzurüsten« - momentan noch (?) verbal!

Die vielen Links im Quellenverzeichnis sind auch sehr aufschlussreich
http://fiala.cc/Franz.Zuagraste-in-Wien.ashx#J_Literatur_und_Links_34
Ich habe es selbst noch nicht geschaffte alle durchzulesen.

PS: Auch die Grünen wissen über den Ernst der Probleme Bescheid »Gegen den Sarrazynismus - Ein blinder Fleck der Integrationsdebatte«
Seite 8
»Wenn Integration nicht gelinge, sei nach den Grünen in einigen Jahren der soziale Frieden gefährdet.«
cu
Fritz
Friedrich Stockhammer
 

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