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Wikileaks Insurance - wogegen eigentlich?

Vorratsdatenspeicherung, Urheberrecht, ORF, you name it!

Moderation: Andreas Beer

Wikileaks Insurance - wogegen eigentlich?

Beitragvon Michael Eisenriegler » 8. Dezember 2010, 00:00

Die österreichischen Medien (z.B. der ORF) haben heute das Wikileaks Insurance File entdeckt und zur Neuheit erklärt. Tatsächlich steht das verschlüsselte 1,4 GB Konvolut unbekannten Inhalts bereits seit Juli im Netz zum Download zur Verfügung (derzeit sind allein auf Pirate Bay über 3.500 Seeder gelistet). Angeblich soll das Passwort dafür veröffentlicht werden, sollte Wikileaks oder Assange etwas "passieren" - was immer das sein mag.

Es ist natürlich völlig müßig darüber zu spekulieren, was der Inhalt der Datei ist - das weiß vielleicht nur Assange selbst. Angeblich sollen darin die vollständigen Cablegate-Files enthalten sein, insbesondere auch die Namen der Informanten für die Depeschen der einzelnen Botschaften.

Ich für meinen Teil frage mich aber, worin die Versicherung bestehen soll, wenn dem tatsächlich so ist. Es gibt dutzende Regierungen auf der Welt, denen sehr viel daran liegt zu erfahren, wer ihre Geheimnisse verraten hat. Vielleicht verhindert diese "Insurance", daß Assange von der CIA um die Ecke gebracht wird. Dafür würden das andere umso lieber tun, wenn der Tod von Assange der Preis dafür ist, die Namen zu bekommen.

Eine seltsame Strategie, jedenfalls. Oder hab' ich einen Denkfehler?

cu,

M.
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Michael Eisenriegler
 

Re: Wikileaks Insurance - wogegen eigentlich?

Beitragvon Brigitte Grohmann » 8. Dezember 2010, 00:09

Da keiner weiß, was drinsteht, ist es auch müßig zu spekulieren, wer davon profitieren würde. Wäre ich wikileaks, würde ich davon ausgehen, dass jeder, Amis, Chinesen, Osama, usf., so viel Dreck am Stecken hat, dass jeder irgendeine für ihn peinliche Bombe drin befürchtet und deshalb keiner Interesse daran hat, dass was-auch-immer veröffentlicht wird.


brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Brigitte Grohmann
 

Re: Wikileaks Insurance - wogegen eigentlich?

Beitragvon Andreas Beer » 8. Dezember 2010, 09:10

das passwort kann ja nur rosebud sein ;)
--
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Re: Wikileaks Insurance - wogegen eigentlich?

Beitragvon Peter Thomas Suschny » 8. Dezember 2010, 12:27

Michael Eisenriegler hat geschrieben:Dafür würden das andere umso lieber tun, wenn der Tod von Assange der Preis dafür ist, die Namen zu bekommen.
Eine seltsame Strategie, jedenfalls. Oder hab' ich einen Denkfehler?
cu,
M.


Du nicht, aber die, die denken, wenn sie Assange ermorden, ändert sich was (außer das ein Mensch mehr tot ist ...)
Die Büchse der Pandora ist sozusagen geöffnet, wer soll die verschließen? Oder auch: Der Geist ist aus der Flasche, wer soll den jetzt wieder hineinstopfen?
Der Herr ist kein Einzelkämpfer wie der legendäre Erfinder der "Weltmaschine" (irgendwann zwischen 1966 und 1972 in "Horizonte" gelaufen), der hat genügend Verbündete.
Zuletzt geändert von Harald Silvio Frassine am 8. Dezember 2010, 17:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: OT gekennzeichnet
Peter Thomas Suschny
 

Re: Wikileaks Insurance - wogegen eigentlich?

Beitragvon Michael Suda » 9. Dezember 2010, 09:56

Michael Eisenriegler hat geschrieben:[hier gekürzt]
Ich für meinen Teil frage mich aber, worin die Versicherung bestehen soll, wenn dem tatsächlich so ist. Es gibt dutzende Regierungen auf der Welt, denen sehr viel daran liegt zu erfahren, wer ihre Geheimnisse verraten hat. Vielleicht verhindert diese "Insurance", daß Assange von der CIA um die Ecke gebracht wird. Dafür würden das andere umso lieber tun, wenn der Tod von Assange der Preis dafür ist, die Namen zu bekommen.

Eine seltsame Strategie, jedenfalls. Oder hab' ich einen Denkfehler?


Ich für meinen Teil frage mich, ob der Content von "Cablegate" auch nur im Entferntesten das Risiko eines politischen Meuchelmordes - bei dem natürlich jeder sofort in Richtung Langley zeigen würde - wert wäre?

Was haben die denn bisher schon veröffentlicht? Mehr oder weniger Diplomatentratsch und ausländisches Mediengegackere in amtlicher Verkleidung, manches davon peinlich, das Ganze für das State Department sicher unangenehm, aber staatsgefährdend? - Gott bewahre!

Da hatten die Papiere aus dem Einflussbereich des Pentagons auf Wikileaks deutlich höhere Brisanz.
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
bleibt auch mein Himmel versperrt.
(aus Lehárs Operette "Das Land des Lächelns")
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Michael Suda
 


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