Wie sauber ist das Internet?
Vorratsdatenspeicherung, Urheberrecht, ORF, you name it!
Moderation: Andreas Beer
Wie sauber ist das Internet?
von Harald Silvio Frassine » 21. April 2011, 21:34
Ein interessanter Artikel: Das Internet braucht mehr Strom als Russland, und der kommt oft aus Kohle und Atom:
http://www.greenpeace.org/international ... a-centres/
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Re: Wie sauber ist das Internet?
von Livia Rohrmoser » 21. April 2011, 23:50
öhm, ja und? Internet sofort abdrehen, oder was?
Livia
Livia
Männer sind Schweine. Aber jede will doch ab und zu mal Schwein haben.
Re: Wie sauber ist das Internet?
von Kurt Radowisch » 22. April 2011, 01:43
Das wundert mich weiter nicht.
Ein Freund von mir, der ist Fernmeldetechniker bei der Bundespost (heute irgendwas mit -com), der sagt mir: früher, zu Zeiten der normalen Telefonie, wo die Wählrelais noch klapperten, da brauchten wir zu Zeiten, wo viele Leute telefonierten eben mehr Strom, in schwachen Zeiten entsprechend weniger.
In der Digitalzeit braucht die ganze Anlage immer den gleichen Strom, egal wie viele Leute telefonieren oder nicht, und das ist in Summe mehr als damals.
Batterien müssen heute wie damals geladen werden, und die sind so ausgelegt, daß sie selbst im Falle eines Totalblackouts das ganze Festnetz (nur dieses!) 60 Stunden am Leben erhalten. (Notstrom-Dieselgeneratoren stehen auch noch bereit!)
Bis dahin müssen wir E-Werkler eben irgendwie für Strom sorgen.
BTW: (haben wir damals oft diskutiert): Was ist höher: Die Stromrechnung der Post oder die Telefonrechnung vom E-Werk?
Rein hypothetisch, denn er zahlt es nicht, und ich zahle es auch nicht.
LG Kurt
Ein Freund von mir, der ist Fernmeldetechniker bei der Bundespost (heute irgendwas mit -com), der sagt mir: früher, zu Zeiten der normalen Telefonie, wo die Wählrelais noch klapperten, da brauchten wir zu Zeiten, wo viele Leute telefonierten eben mehr Strom, in schwachen Zeiten entsprechend weniger.
In der Digitalzeit braucht die ganze Anlage immer den gleichen Strom, egal wie viele Leute telefonieren oder nicht, und das ist in Summe mehr als damals.
Batterien müssen heute wie damals geladen werden, und die sind so ausgelegt, daß sie selbst im Falle eines Totalblackouts das ganze Festnetz (nur dieses!) 60 Stunden am Leben erhalten. (Notstrom-Dieselgeneratoren stehen auch noch bereit!)
Bis dahin müssen wir E-Werkler eben irgendwie für Strom sorgen.
BTW: (haben wir damals oft diskutiert): Was ist höher: Die Stromrechnung der Post oder die Telefonrechnung vom E-Werk?
Rein hypothetisch, denn er zahlt es nicht, und ich zahle es auch nicht.
LG Kurt
Re: Wie sauber ist das Internet?
von Brigitte Grohmann » 22. April 2011, 10:10
Livia Rohrmoser hat geschrieben:öhm, ja und? Internet sofort abdrehen, oder was?
Also interessant find ich das schon. Daran denkt man ja eigentlich nicht. (ich zumindest :-)
brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Re: Wie sauber ist das Internet?
von Susanne Ofner » 22. April 2011, 11:56
Ich hab vor kurzem mal was gelesen. Die Dimension war in etwa, dass allein die Google-Suche weltweit gleich viel Strom verbraucht wie eine Kleinstadt.
Su
Re: Wie sauber ist das Internet?
von Livia Rohrmoser » 22. April 2011, 15:17
Susanne Ofner hat geschrieben:Ich hab vor kurzem mal was gelesen. Die Dimension war in etwa, dass allein die Google-Suche weltweit gleich viel Strom verbraucht wie eine Kleinstadt.
Kleinstadt ist ein sehr dehnbarer Begriff: 1.000 Ew? 50.000 Ew? In Afrika? In den USA?
Abgesehen davon halte ich das Internet einfach für eine notwendige Sache und spare dann schon lieber bei nicht notwendigen Dingen - etwa in dem ich den Fernseher abgeschafft habe. (Braucht übrigens irgendwer so ein Ding? Steht bei mir sinnlos herum.)
Livia
Männer sind Schweine. Aber jede will doch ab und zu mal Schwein haben.
Re: Wie sauber ist das Internet?
von Susanne Ofner » 22. April 2011, 16:48
Livia Rohrmoser hat geschrieben:Kleinstadt ist ein sehr dehnbarer Begriff: 1.000 Ew? 50.000 Ew? In Afrika? In den USA?
Abgesehen davon halte ich das Internet einfach für eine notwendige Sache
Ich kann mich nicht mehr genau erinnern. Sicher nicht 1000 Ew, sondern schon eine 5-stellige Zahl. Und ich nehme an, dass es um eine Kleinstadt in einem Industriestaat ging.
Wie auch immer - die Lösung kann aus meiner Sicht eh nicht sein, "das Internet abzudrehen". Aber ein Bewusstsein darüber zu gewinnen, dass auch das Energie kostet und in welchen Dimensionen sich das bewegt, das halte ich schon für sinnvoll.
Su
Re: Wie sauber ist das Internet?
von Livia Rohrmoser » 22. April 2011, 23:42
Susanne Ofner hat geschrieben:Wie auch immer - die Lösung kann aus meiner Sicht eh nicht sein, "das Internet abzudrehen". Aber ein Bewusstsein darüber zu gewinnen, dass auch das Energie kostet und in welchen Dimensionen sich das bewegt, das halte ich schon für sinnvoll.
Na, dann meldet euch mal von Facebook ab:
"Facebook, one of the fastest growing and most popular destinations on the web, is unfortunately on track to be the most dependent cloud computing companies on coal-powered electricity, with over 53 percent of its facilities estimated to rely on coal to power the Facebook cloud."
*eg*
Livia
Männer sind Schweine. Aber jede will doch ab und zu mal Schwein haben.
Re: Wie sauber ist das Internet?
von Dieter Henkel » 23. April 2011, 19:42
Kurt Radowisch hat geschrieben: zu Zeiten der normalen Telefonie, wo die Wählrelais noch klapperten, da brauchten wir zu Zeiten, wo viele Leute telefonierten eben mehr Strom, in schwachen Zeiten entsprechend weniger.
In der Digitalzeit braucht die ganze Anlage immer den gleichen Strom, egal wie viele Leute telefonieren oder nicht, und das ist in Summe mehr als damals.
Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.
Damals wurde wesentlich weniger telefoniert - wenn also heute noch die gleiche Technik werkelte, würde der Stromverbrauch um einiges höher sein als damals.
Re: Wie sauber ist das Internet?
von Kurt Radowisch » 23. April 2011, 21:41
Stimmt natürlich. Aber nicht nur in der Telefonie, sondern überall in der Elektronik werden die Prozessoren immer sparsamer, schon wegen der nicht unbeträchtlichen Abwärme, die schließlich irgendwie abgeführt werden muß.
Es gibt Computeranlagen, die mehr Strom zum Kühlen brauchen als zum Rechnen.
LG Kurt
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