Wortwahl unserer Politiker/PolitikerInnen
Für alle Politikfelder, für die es derzeit kein eigenes Forum gibt. Vielleicht wird ja eines daraus...
Moderation: Andreas Beer
Wortwahl unserer Politiker/PolitikerInnen
von Walter Hickl » 22. Februar 2011, 14:26
Ich finde Worte wie "niederträchtig", "hirnlos" und ähniche haben im beruflichen Wortschatz unserer POlitiker/Innen nichts zu suchen. (Privat sei es Ihnen erlaubt.) Ich glaube nicht, dass man mit diesen Worten "volksnähe" zeigt.
W. Hickl
W. Hickl
Re: Wortwahl unserer Politiker/PolitikerInnen
von Susanne Ofner » 22. Februar 2011, 14:51
Wer hat das in welchem Zusammenhang gesagt?
Su
Re: Wortwahl unserer Politiker/PolitikerInnen
von Brigitte Grohmann » 22. Februar 2011, 15:05
"niederträchtig" kann schon angebracht sein, weil es eine Geisteshaltung ausdrückt. "Hirnlos" ist kindisch und nicht notwendig.
brigitte
brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
Re: Wortwahl unserer Politiker/PolitikerInnen
von Livia Rohrmoser » 22. Februar 2011, 20:57
Geht's hier eigentlich um etwas Konkretes, oder sind das nur so allgemeine Anmerkungen?
Livia, sich Sus Frage anschließend
Livia, sich Sus Frage anschließend
Männer sind Schweine. Aber jede will doch ab und zu mal Schwein haben.
Re: Wortwahl unserer Politiker/PolitikerInnen
von Susanne Ofner » 22. Februar 2011, 21:50
Ich habe im Abendjournal am Rand mitbekommen, dass - wenn ichs richtig im Kopf habe, Eva Glawischnig die Worte "hirnlos" und "niederträchtig" in Zusammenhang mit den neuen Fremdengesetzen gebrauchte.
Su
Re: Wortwahl unserer Politiker/PolitikerInnen
von Michael Suda » 23. Februar 2011, 07:17
Susanne Ofner hat geschrieben:Ich habe im Abendjournal am Rand mitbekommen, dass - wenn ichs richtig im Kopf habe, Eva Glawischnig die Worte "hirnlos" und "niederträchtig" in Zusammenhang mit den neuen Fremdengesetzen gebrauchte.
Tja, klassisches Dilemma rund um das Thema "Das Parlament im Medienzeitalter".
Nach dem ursprünglichen Konzept sollten da 183 Damen und Herren kultiviert unter sich (mit ein paar interessierten Zuhörern und -innen bestenfalls) diskutieren und streiten. Und dann eine Entscheidung treffen.
Tatsächlich ist das Parlament aber nicht der Ort, wo Auseinandersetzungen geführt und Entscheidungen getroffen werden, sondern im günstigsten Fall eine Startrampe für Parolen, eine Bühne für politische Selbstinszenierungen.
Und mit dem Satz: "Frau Bundesminister, Sie gehen fürwahr mit diesem Gesetzesentwurf einen Schritt zu weit!" kummst ned in die Medien.
Also wird, vor allem verbal, eskaliert, angeheizt, skandaliert, damit man zitiert wird.
Als unerwünschten Nebeneffekt hören Herr und Frau Österreicher dauernd, und oft aus geringfügigerem Anlass wie dem der neuen Fremdengesetze, Worte à la "hirnlos" und denken sich: "Was für eine vulgäre Bagage! Wie's da wieder zugeht! Politiker sind doch das Letzte!"
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
bleibt auch mein Himmel versperrt.
bleibt auch mein Himmel versperrt.
(aus Lehárs Operette "Das Land des Lächelns")
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