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Radfahren und die 0,8 Promille?

Für alle Politikfelder, für die es derzeit kein eigenes Forum gibt. Vielleicht wird ja eines daraus...

Moderation: Andreas Beer

Re: Radfahren und die 0,8 Promille?

Beitragvon Andreas Beer » 20. September 2010, 16:14

Auf meine Nachfrage bei den Grünen warum sie gegen die Absenkung der Promillegrenze bei Radlern sind bekam ich sogar eine Antwort:

also erstens passiere sehr selten was bei besoffenen Radfahrern und außerdem ginge diese Initiative von der bösen Versicherungswirtschaft aus, die sich aus ihrer Zahlungsverpflichtung schleichen wolle.


Also beides keine Argumente dagegen zu sein, nur blödes Geschwafel. Und wenn wirklich so gut wie gar nichts mit besoffenen Radfahrern passierte, dann könnte es den Versicherungen doch eh egal sein, weil sie demnach ja eh fast nie was zahlen müssten.
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Re: Radfahren und die 0,8 Promille?

Beitragvon Brigitte Grohmann » 20. September 2010, 16:22

Sehr seltsam. Warum entblöden die sich nicht, zur Lobby der besoffenen Radlfahrer zu werden? Das ist ja nichtmal eine starke Wählergruppe wie die besoffenen Autofahrer...


brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Brigitte Grohmann
 

Re: Radfahren und die 0,8 Promille?

Beitragvon Gerald König » 20. September 2010, 16:47

Zielgruppe ist eben Zielgruppe.
Manchmal bar jeder vernünftigen Argumentation - das kann auch bei den Grünen passieren;-)

Gemeint ist die Antwort der Grünen (ohne es genau zu wissen) wohl eher so:

Die Schäden DURCH einen besoffenen Autofahrer sind wohl geringer einzuschätzen als die eines besoffenen Autofahrers (wenn diese Sach- und Personenschäden anrichten). Soweit (außr in Einzelfällen) sicher stimmig.

Im Versicherungsbereich geht es da rein rechtlich auch um ein paar Haftungsmillionen - und hier kommen die Krankenversicherungen, Unfallversicherung etc. ins Spiel...

Auch wenn man sich nur selbst vom Rad wirft - das kann für Versicherungen recht teuer werden.

lgg
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Re: Radfahren und die 0,8 Promille?

Beitragvon Susanne Ofner » 20. September 2010, 17:18

Gerald König hat geschrieben:Die Schäden DURCH einen besoffenen Autofahrer sind wohl geringer einzuschätzen als die eines besoffenen Autofahrers


Sollte da nicht irgendwo das "Auto" durch ein "Rad" ersetzt werden?
Su
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Susanne Ofner
 

Re: Radfahren und die 0,8 Promille?

Beitragvon Andreas Beer » 20. September 2010, 17:24

ja, und das generell. Nicht nur in des Königs Posting ;)
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Re: Radfahren und die 0,8 Promille?

Beitragvon Peter Thomas Suschny » 20. September 2010, 17:58

Brigitte Grohmann hat geschrieben:Sehr seltsam. Warum entblöden die sich nicht, zur Lobby der besoffenen Radlfahrer zu werden? Das ist ja nichtmal eine starke Wählergruppe wie die besoffenen Autofahrer...
brigitte


Abgesehen davon, dass der Eigengefährdungsgrad viel höher ist, weil Du ja selber die Knautschzone bist: ich habe 1988/89 den A-Schein nachgemacht und der eine Fahrlehrer sagte mir wie folgt: "Schau, Suschny, beim Autofahren trinke ich einmal ein Glas Bier, aber Motorrad NIE einen Tropfen, denn das erfordert ein viel exakteres Lenken".
Stimmt. Kein Autofahrer muss sich in die Kurve legen, beim Motorrad doch eher schon (außer mit dem Motorroller vielleicht).
Also gilt das meiner Meinung nach auch insgesamt fürs Fahrrad, also ein Glas Bier/Wein oder 0,2 cl Schnaps oder 0,25 Liter Sekt, wenn wo bei einer Feier angestoßen wird: ja.
Alles andere: nein, auch das Fahrrad stehen lassen!

Betreffend Auto stehen lassen: kaum durchgesetzt hat sich in den 1990ern "Fix und Foxi"-Promille-Service: Auto stehen lassen, die führen Dich nach Hause und holen Dir das Auto, ginge nur, wenn das ständig gleich so ein Abschleppfahrzeug macht, vorne der/die Angetrunkene und hinten hucke pack das Auto/das Motorrad).

Und das (ich zahle Gott sei Dank immer nur den Super-Schutzbrief) kostet vermutlich nicht viel weniger als 250,-- bis 300,-- Euro? Oder kennt wer billigere Preise, wenn der Wagen so desolat ist, dass er per Schleppfahrzeug in die Werkstätte muss?
Peter Thomas Suschny
 

Re: Radfahren und die 0,8 Promille?

Beitragvon Gerald König » 20. September 2010, 19:02

Susanne Ofner hat geschrieben:Sollte da nicht irgendwo das "Auto" durch ein "Rad" ersetzt werden?


ja eh;-) (harter tag)

lgg
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Gerald König
 

Re: Radfahren und die 0,8 Promille?

Beitragvon Andreas Serloth » 20. September 2010, 23:23

Brigitte Grohmann hat geschrieben:Das ist ja nichtmal eine starke Wählergruppe wie die besoffenen Autofahrer...

Naja, jung, häufig beislabhängend bei erhöhtem Hopfenspiegel und dennoch mobil. Überwiegend urban, versteht sich. Das ist keine uninteressante Gruppe.

as
Andreas Serloth
 

Re: Radfahren und die 0,8 Promille?

Beitragvon Peter Thomas Suschny » 21. September 2010, 17:36

Andreas Serloth hat geschrieben:Naja, jung, häufig beislabhängend bei erhöhtem Hopfenspiegel und dennoch mobil. Überwiegend urban, versteht sich. Das ist keine uninteressante Gruppe.
as


Außer "jung" alles Deine Gruppe? Aber tröste Dich: auch für mich gilt noch nicht 50 ;-)))
Peter Thomas Suschny
 

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