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Grüne exklusiver Privatzirkel oder gestaltungswillige Kraft?

Für alle Politikfelder, für die es derzeit kein eigenes Forum gibt. Vielleicht wird ja eines daraus...

Moderation: Andreas Beer

Grüne exklusiver Privatzirkel oder gestaltungswillige Kraft?

Beitragvon Peter Thomas Suschny » 4. Dezember 2010, 22:13

Hier noch einmal eine Replik auf Frau Ofners Ablehnung von schwarz-grün hier nur einige Bemerkungen:

1. Sollen sich die Grünen auf rot - grün festlegen und alle weiteren Optionen ablehnen? Vor allem schwarz - grün, die Wahrscheinlichkeit von schwarz - LIF - grün ist noch geringer als schwarz - grün - orange (zwar wird das BZÖ eher rausfliegen aus dem NR, aber vielleicht schaffen sie ja doch knapp die 5 % Hürde, ist ja noch Zeit bis 2013, für überstürzte Neuwahlen sind beide eher zu feig, also noch einmal mehr als 2 Jahre Hick-Hack um allerlei, wichtige Reformen für die sind Androsch, Claus Raidl, sogar der schwarze Kammerpräsident Leitl, aber halt nicht die Regierung
2. Stimmt schon, dass die ÖVP momentan Frau Fekter hat, ich mag sie auch nicht, aber wie bitte erklärt man dann eine angedachte rot-blaue Koalition in der Steiermark?
Gut, der durchaus charismatische Franz Voves wollte den starken Mann spielen, aber die "Chianti-Koalition" 2004 als Revanche auf schwarz-grün 2003 in Kärnten, Jörg Haider und Peter Ambrozy war schon sehr eigenwillig-
Und: wenn man Top aktuell bleiben will, weil ja blau-rot in Kärnten nicht lange hielt, wie soll man es akzeptieren, dass die SPÖ in der Oppositionsrolle 2005 die Fremdengesetze mit trug? Wie reagiert man vor allem ganz aktuell auf den auch finanziell fragwürdigen Grenzschutz gegen ein paar Wirtschafts- oder Kriegsflüchtlinge im Burgenland durch LH Hans Niessl und dem burgenländischen Verteidigungsminister Norbert Darabos? Sind das sozialdemokratische Werte?
Dass der Herr Bürgermeister unserer Nachbargemeinde Purkersdorf, Karl Schlögl, im Fall des tragischen Ablebens des Herrn Markus Omofuma 1999 nicht zurückgetreten ist, habe ich genauso noch in Erinnerung wie die dann mehr als lächerliche "Operation Spring" im selben Jahr, als man bei einer Razzia gegen Drogenhändler bewusst Schwarz-Afrikaner einsperrte, sogar einen Menschenrechtsaktivisten, da soll es ja einen Film geben zu dem Thema.

Also: wieso solche Dinge in der SPÖ unter den Tisch kehren? Häupl darf ich zwar als Kleintransporteur eine völlig verfehlte Verkehrspolitik vorwerfen, aber eben die können die Grünen wenigstens teilweise korrigieren (natürlich keine einfache Aufgabe, ich würde mir auch nicht zutrauen, Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften" in 2 Tagen zu lesen, ich habe noch nicht einmal je eine Zeile davon gelesen, also lassen wir Maria Vassilakou symbolisch eine Woche Zeit für dieses Werk - in Wahrheit ist das Verkehrsressort eine Sysiphus-Aufgabe (Nicht lachen, hatte nur in der Unterstufe Latein und nie altgriechisch, habe ich jetzt sicher falsch geschrieben), denn in Punkto Verkehr und Planung wurden bereits 50 Jahre mit Dummheiten vertan, kaum weniger, die massiven Bim-Beschneidungen (also das Ruinieren wesentlicher Tramway-Linien meine ich natürlich) ist genauso Schwachsinn, wie nichts gegen die Stadtflucht, die in den späten 60er einsetzte, zu unternehmen.
Peter Thomas Suschny
 

Re: Grüne exklusiver Privatzirkel oder gestaltungswillige Kr

Beitragvon Peter Thomas Suschny » 5. Dezember 2010, 12:39

Ach ja, außer den Kreisky-Absolute Jahren 1971 bis 1983 ist sich in Österreich bundesweit noch nie eine Mehrheit links von schwarz & blau ausgegangen ... (egal, ob man die Grünen wie die Mehrheit ihrer Fans als links einstuft oder als Mitte wie ich).
Peter Thomas Suschny
 


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