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Vater-Mutter-Kind-Pass

Über große Töchter und große Söhne, HausherrInnen und MitgliederInnen, Pensionsantrittsalter und Seniorenermäßgungen, gegenderte Sprache und Newspeak, GleichbehandlunganwältInnen und die Abteilung VI/6.

Moderation: Susanne Ofner

Vater-Mutter-Kind-Pass

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 18. Februar 2010, 21:56

"Liebe Mutter! <--- Sollte "Liebe Schwangere" heißen!

Sie haben mit dem Mutter-Kind-Pass ein Dokument in Händen, das zur Eintragung der Untersuchungsbefunde während ihrer Schwangerschaft, der Geburt und der ersten Lebensjahre Ihres Kindes bestimmt ist."


Dieser Text auf Seite 3 des MKP suggeriert: Für den Weg zum Kinderarzt ist die Mami zuständig! (Und so schauts im Warteraum ja auch aus...) - Das ist Sexismus.
Verrückt: Wenn der Papa das Kinderbetreuungsgeld bezieht, muss er nachweisen, dass alle MKP-Untersuchungen durchgeführt wurden. Also ist er jetzt zuständig oder nicht???

Ich sage: Das Dokument sollte in Vater-Mutter-Kind-Pass umbenannt werden!
Weil das Kindeswohl auch Männersache ist.
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Harald Silvio Frassine
 

Re: Vater-Mutter-Kind-Pass

Beitragvon Susanne Ofner » 18. Februar 2010, 22:32

Harald Silvio Frassine hat geschrieben:"Liebe Mutter! <--- Sollte "Liebe Schwangere" heißen!

Sie haben mit dem Mutter-Kind-Pass ein Dokument in Händen, das zur Eintragung der Untersuchungsbefunde während ihrer Schwangerschaft, der Geburt und der ersten Lebensjahre Ihres Kindes bestimmt ist."


Dieser Text auf Seite 3 des MKP suggeriert: Für den Weg zum Kinderarzt ist die Mami zuständig! (Und so schauts im Warteraum ja auch aus...) - Das ist Sexismus.
Verrückt: Wenn der Papa das Kinderbetreuungsgeld bezieht, muss er nachweisen, dass alle MKP-Untersuchungen durchgeführt wurden. Also ist er jetzt zuständig oder nicht???

Ich sage: Das Dokument sollte in Vater-Mutter-Kind-Pass umbenannt werden!
Weil das Kindeswohl auch Männersache ist.


Der "Mutter-Kind"-Pass ist zunächst mal - bis zur Geburt - tatsächlich ein Dokument für Mutter und (werdendes) Kind. Bis dahin wäre die Bezeichnung "Vater-Mutter-Kind-Pass" höchst unangebracht.

Schwangerschafts-Baby-Pass?
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Susanne Ofner
 

Re: Vater-Mutter-Kind-Pass

Beitragvon Brigitte Grohmann » 18. Februar 2010, 22:36

Es geht um die Gesundheit der Mutter, während der Schwangerschaft, und des Kindes. Mutter-Kind-Pass ist IMO eine 100% zutreffende Bezeichnung.


brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Brigitte Grohmann
 

Re: Vater-Mutter-Kind-Pass

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 18. Februar 2010, 22:42

Schwangerschafts-Baby-Pass?

Schwangeren-Leibesfrucht-Pass.

Allerdings würd ich den Papa aus didaktischen Gründen sehr wohl von Anfang an mit einbeziehen und auch sein Gewicht und Bauchumfang und vor Allem seinen Namen+Telefonnummer vorsehen, auch wenn das medizinisch nicht indiziert erscheint.

Aber spätestens ab der Minute der Geburt muss der Vater bereit sein, Verantwortung für das Kind zu übernehmen (z.B. während die Mutter die Nachgeburt hat), soll Wochenpflege leisten, und grad in diesen ersten Tagen ist es viel naheliegender, dass er mit dem Kind die Arztwege (Hüftultraschall, erste Impfungen, Kontrolle) übernimmt, während sich die Mama mal kurz vom Stillen erholt...
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Re: Vater-Mutter-Kind-Pass

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 18. Februar 2010, 22:45

Es geht um die Gesundheit der Mutter, während der Schwangerschaft, und des Kindes. Mutter-Kind-Pass ist IMO eine 100% zutreffende Bezeichnung.

Aber sie suggeriert, dass nur die Mutter für das Kind und seine Untersuchungen zuständig ist!
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Re: Vater-Mutter-Kind-Pass

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 18. Februar 2010, 22:47

Übrigens gehn Männer eh viel zu selten zum Arzt, also würd ich auch aus gesundheitlicher Sicht ihn durchaus ebenfalls untersuchen. Gesunde Väter sind ja ebenfalls wünschenswert!
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Harald Silvio Frassine
 

Re: Vater-Mutter-Kind-Pass

Beitragvon Kurt Radowisch » 18. Februar 2010, 22:56

Brigitte Grohmann hat geschrieben:Es geht um die Gesundheit der Mutter, während der Schwangerschaft, und des Kindes. Mutter-Kind-Pass ist IMO eine 100% zutreffende Bezeichnung.

brigitte


Ich kann aber schon verstehen oder zumindest nachvollziehen, daß sich die (potenziellen) Väter ausgeschlossen fühlen.

LG Kurt
Kurt Radowisch
 

Re: Vater-Mutter-Kind-Pass

Beitragvon Kurt Radowisch » 18. Februar 2010, 22:58

Harald Silvio Frassine hat geschrieben:Übrigens gehn Männer eh viel zu selten zum Arzt, . . . .


Eh klar!

Beim Arzt und im Spital sterben die Leut!

LG Kurt
Kurt Radowisch
 

Re: Vater-Mutter-Kind-Pass

Beitragvon Dieter Henkel » 19. Februar 2010, 08:06

Harald Silvio Frassine hat geschrieben:
Schwangerschafts-Baby-Pass?

Schwangeren-Leibesfrucht-Pass.

Geh bitte. Was soll dieses Wortungetüm? Das verwendet doch keiner. Prägnanter (und gleichzeitg treffend) als Mutter-Kind-Pass geht nicht.
Dieter Henkel
 

Re: Vater-Mutter-Kind-Pass

Beitragvon Susanne Ofner » 19. Februar 2010, 09:38

Harald Silvio Frassine hat geschrieben:
Allerdings würd ich den Papa aus didaktischen Gründen sehr wohl von Anfang an mit einbeziehen und auch sein Gewicht und Bauchumfang und vor Allem seinen Namen+Telefonnummer vorsehen, auch wenn das medizinisch nicht indiziert erscheint.


Name und Telefonnummer ja.

Aber spätestens ab der Minute der Geburt muss der Vater bereit sein, Verantwortung für das Kind zu übernehmen (z.B. während die Mutter die Nachgeburt hat), soll Wochenpflege leisten, und grad in diesen ersten Tagen ist es viel naheliegender, dass er mit dem Kind die Arztwege (Hüftultraschall, erste Impfungen, Kontrolle) übernimmt, während sich die Mama mal kurz vom Stillen erholt...


Das ja.
Und dass die Stelle im Mutter-Kind-Pass geändert gehört, in der suggeriert wird, dass selbstverständlich die Mutter zu den diversen KinderärztInnen pilgert, ist auch klar.
Deswegen den Namen des MuKi-Passes zu ändern, ist nicht unbedingt sinnvoll.

Besser wäre es da, gesonderte Infomaterialien für Väter zu erstellen und (werdenden) Vätern zu erläutern, dass ihr Einsatz und ihre Verantwortung gefragt sind und wie wichtig es ist, dass sie nach der Geburt volle Unterstützung leisten, samt Auflistung der Dinge, die sie bitte zu erledigen haben.
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Susanne Ofner
 

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