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Mut zu Kindern, aber bitte nur für Heterosexuelle

Über große Töchter und große Söhne, HausherrInnen und MitgliederInnen, Pensionsantrittsalter und Seniorenermäßgungen, gegenderte Sprache und Newspeak, GleichbehandlunganwältInnen und die Abteilung VI/6.

Moderation: Susanne Ofner

Mut zu Kindern, aber bitte nur für Heterosexuelle

Beitragvon Julia Braunegg » 26. November 2010, 08:53

http://derstandard.at/1289608790803/Sta ... -zu-machen

Standard: Sollen Homosexuelle Kinder adoptieren dürfen?

Remler: Wichtig ist, Diskriminierungen abzubauen. Ich stehe dieser Adoption, muss ich Ihnen ehrlich sagen, aber kritisch gegenüber.

Standard: Warum?

Remler: Das ist meine ganz persönliche Meinung.

Standard: Befürchten Sie, dass da etwas schieflaufen könnte?

Remler: Schauen Sie, ich habe ein sehr selbstbestimmtes Familienbild. Ich tu mir schwer, mich da jetzt schubladisieren zu lassen. Vielleicht wollen Sie auf dieses konservative Familienbild hinaus. Familien sollen selbst entscheiden können, welchen Weg sie einschlagen wollen.

Standard: Das können homosexuelle Paare mit Kinderwunsch nicht.

Remler: Meine persönliche Meinung ist: ein Nein zur Adoption. Familie ist, wo Kinder sind. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, Printausgabe, 26.11.2010)


Ich mein, der Rest ist ja schon hanebüchen, lauter fade Gemeinplätze, aber das das schlägt dem Fass die Krone aus, oder? Diskriminierungen abbauen ist schon wichtig, aber bitte nicht da, wo Familie ist, also da wo Kinder sind. Weil Kinder sollen bitte mit Vorurteilen aufwachsen, oder wie?

Ich kann so viel nicht essen, wie ich grad kotzen möcht..

Jul
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Re: Mut zu Kindern, aber bitte nur für Heterosexuelle

Beitragvon Brigitte Grohmann » 26. November 2010, 09:06

Aber Hauptsache, sie hat ein total selbstbestimmtes Familienbild. Ja klar :-/
Und "Familie ist, wo Kinder sind" bedeutet ja eigentlich Ja zumindest zur Stiefkindadoption...die Allerhellste dürfte sie also auch nicht sein. na in unserer derzeitigen Regiernug ist das eh wurscht.


brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
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Re: Mut zu Kindern, aber bitte nur für Heterosexuelle

Beitragvon Julia Braunegg » 26. November 2010, 09:18

Davon mal abgesehen, dass Familie nicht automatisch immer da ist, wo die Kinder gerade sind, sondern oft erst mit allen Beteiligten daran gearbeitet werden muss, dass Familie entstehen kann.

manchmal frag ich mich echt, ob Leute auch denken, bevor sie reden... Aber immerhin ist sie gaaaaanz arm, weil sie ein Sparbudget tragen muss, über das sie nicht entschieden hat.

=/

Jul
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Re: Mut zu Kindern, aber bitte nur für Heterosexuelle

Beitragvon Susanne Ofner » 26. November 2010, 10:04

Ich denke mir, Remler hat halt "irgendwas" gesagt. Sie ist frisch angelobt, hat noch keinen Durch- oder Überblick.
Überraschend sind ihre Positionen ja nicht. Ist die normale ÖVP-Linie.
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Re: Mut zu Kindern, aber bitte nur für Heterosexuelle

Beitragvon Michael Suda » 26. November 2010, 13:14

Julia Braunegg hat geschrieben:http://derstandard.at/1289608790803/Staatssekretaerin-Remler-An-der-Zeit-Frauen-Mut-zu-Kindern-zu-machen

Standard: Sollen Homosexuelle Kinder adoptieren dürfen? [Interviewinhalt nicht zitiert] (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, Printausgabe, 26.11.2010)


Ich mein, der Rest ist ja schon hanebüchen, lauter fade Gemeinplätze, aber das das schlägt dem Fass die Krone aus, oder? Diskriminierungen abbauen ist schon wichtig, aber bitte nicht da, wo Familie ist, also da wo Kinder sind. Weil Kinder sollen bitte mit Vorurteilen aufwachsen, oder wie?

Ich kann so viel nicht essen, wie ich grad kotzen möcht..

Wirklich ein sagenhaft flaches Geplappere! Da kann man nur das Pickerl "Mein Horizont ist die Parteilinie" draufpicken. Kein einziges sachliches Argument, außer einem sinngemäßen: "Geht's weg damit, i mog des ned!"
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
bleibt auch mein Himmel versperrt.
(aus Lehárs Operette "Das Land des Lächelns")
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Re: Mut zu Kindern, aber bitte nur für Heterosexuelle

Beitragvon Gerald König » 26. November 2010, 13:29

Susanne Ofner hat geschrieben:ch denke mir, Remler hat halt "irgendwas" gesagt. Sie ist frisch angelobt, hat noch keinen Durch- oder Überblick.
Überraschend sind ihre Positionen ja nicht. Ist die normale ÖVP-Linie.


sehe das auch so - neue funktionäre sollten wohl wirklich 100 tage keine interviews geben (um dann den üblichen brei abzusondern zu können);-)

zur sache selbst: das "statement" ist für mich auch keine große überraschung...

lgg
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Re: Mut zu Kindern, aber bitte nur für Heterosexuelle

Beitragvon Michael Suda » 26. November 2010, 18:23

Gerald König hat geschrieben: sehe das auch so - neue funktionäre sollten wohl wirklich 100 tage keine interviews geben (um dann den üblichen brei abzusondern zu können);-)

zur sache selbst: das "statement" ist für mich auch keine große überraschung...

Nein, letzteres ist es wirklich nicht. Aber man kann diesen - falschen - Standpunkt sogar sachlich argumentieren, sogar mit einigermaßen akzeptablen (wenn auch nicht überzeugenden) Argumenten.

Und eine neue Staatssekretärin wird sicher nicht zu Interviews genötigt. Außerdem steht es ihr frei, sich schon vor Amtsantritt über Probleme ihres zukünftigen Aufgabengebiets zu informieren.

So schaut das aus, als wäre Frau Remler, direkt von einer osttiroler Alm kommend, in der "sündigen Großstadt" gelandet und prompt von einer liberalen Bobo-Zeitung "aufblattlt" worden! Eindruck: Niete im Dirndlkostüm. Dabei hat die Frau Staatssekretärin ja durchaus Erfahrung in praktischer Sozialpolitik auf kommunaler Ebene.

Gut, mit Regenbogenfamilien und deren Problemen wird man in Lienz wohl seltener konfrontiert. Geben wir ihr also ein bisserl Zeit!
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
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