Rechtsruck in Ungarn?
Europa als politische Union, Europa als geografischer Ort, Europa als Idee. Und warum darf eigentlich Israel zum Song Contest und Wales zur Fußball-EM? Und was hat das alles mit Ost-Anatolien zu tun?
Moderation: Brigitte Grohmann
Re: Rechtsruck in Ungarn?
von Dieter Henkel » 12. April 2010, 10:15
Wenn man das echte Ergebnis mit obiger Umfrage vergleicht, dann kann man den Wert sehr schön ermitteln - er tendiert gegen Null.
Re: Rechtsruck in Ungarn?
von Harald Silvio Frassine » 12. April 2010, 10:42
positiver unterschied zu österreich 2000: die konservativen können allein reagieren, d.h. das wahlrecht sorgt dafür dass die faschistInnen nicht als koalitionspartnerInnen herangezogen werden können.
Re: Rechtsruck in Ungarn?
von Dieter Henkel » 12. April 2010, 10:47
"Können" schon, aber sie müssen nicht.
Re: Rechtsruck in Ungarn?
von Brigitte Grohmann » 12. April 2010, 17:59
Harald Silvio Frassine hat geschrieben:positiver unterschied zu österreich 2000: die konservativen können allein reagieren, d.h. das wahlrecht sorgt dafür dass die faschistInnen nicht als koalitionspartnerInnen herangezogen werden können.
Die Konservativen dort sind schon so rechts, die brauchen keine Faschisten, die nehmen ihre Medien selber an die Kandare und ändern sich ihr Wahlrecht.
brigitte
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- Tucker's Law
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Re: Rechtsruck in Ungarn?
von Stefan Mackovik » 12. April 2010, 21:08
Gerald König hat geschrieben:die bilder im tv sind tatsächlich beklemmend (für gelernte österreicher) - der mob ist dort 5x so stark wie z.b. in deutschland (wo es ja auch eine offene rechtsextreme szene gibt).
lgg
Das Schöne an der deutschen rechtsextremen Szene ist, dass sie in der Politik isoliert ist, keiner will mit ihr regieren und TUT es auch nicht - im Gegensatz zu Österreich, und nach den Wahlen wohl auch Ungarn.
Alfons Haider hat recht.
Re: Rechtsruck in Ungarn?
von Stefan Mackovik » 12. April 2010, 21:13
Für mich stellt sich angesichts des Wahlergebnisses die Frage, wie weit es jetzt eigentlich mit den europäischen "Werten" her ist?
Jedes Land muss ja vor dem Beitritt gewisse Mindeststandards in Bezug auf Gesetze und Bestimmungen einhalten, um beitreten zu dürfen.
Die Frage ist: gibt es irgendwelche Sanktionsmöglichkeiten, wenn diese Standards eines Tages nicht mehr eingehalten werden - was nach dem FIDESZ / Jobbik - Wahlsieg in Bezug auf Roma zum Beispiel bald eine Rolle spielen könnten.
Ich schätze mal, das nicht...
Jedes Land muss ja vor dem Beitritt gewisse Mindeststandards in Bezug auf Gesetze und Bestimmungen einhalten, um beitreten zu dürfen.
Die Frage ist: gibt es irgendwelche Sanktionsmöglichkeiten, wenn diese Standards eines Tages nicht mehr eingehalten werden - was nach dem FIDESZ / Jobbik - Wahlsieg in Bezug auf Roma zum Beispiel bald eine Rolle spielen könnten.
Ich schätze mal, das nicht...
Alfons Haider hat recht.
Re: Rechtsruck in Ungarn?
von Andreas Beer » 12. April 2010, 21:33
wie sehr diese voraussetzungen gegeben sein müssen, bzw eingehalten werden müssen zeigt sich für mich am Beispiel Griechenland und der Finanzmanipulationen für den Euro. Sanktionen: null
--
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Re: Rechtsruck in Ungarn?
von Gerald König » 12. April 2010, 22:31
Stefan Mackovik hat geschrieben:Das Schöne an der deutschen rechtsextremen Szene ist, dass sie in der Politik isoliert ist, keiner will mit ihr regieren und TUT es auch nicht - im Gegensatz zu Österreich, und nach den Wahlen wohl auch Ungarn.
mit rechts-außen hat in österreich auch schon lange keiner mehr reagiert. eine rechts-außen partei sehe ich auch in der fpö nicht (abgesehen von den einigen rülpsern ist für mich die fpö rechts-populistisch unterwegs, mehr nicht) - aber mit deren populismus-politik zieht man eben den auch bei uns anschwellenden braunen rand an.
für ungarische verhältnisse geht es uns (zum glück) NOCH zu gut. selbige würde ich aber auf dauer nicht für unmöglich halten (wenn die heimische politik weiterhin so untätig bleibt).
lgg
Re: Rechtsruck in Ungarn?
von Peter Thomas Suschny » 13. April 2010, 14:16
Gerald König hat geschrieben:
mit rechts-außen hat in österreich auch schon lange keiner mehr reagiert. eine rechts-außen partei sehe ich auch in der fpö nicht (abgesehen von den einigen rülpsern ist für mich die fpö rechts-populistisch unterwegs, mehr nicht) - aber mit deren populismus-politik zieht man eben den auch bei uns anschwellenden braunen rand an.
lgg
Ich habe heute extra im Radio angerufen, als der Kandidat der Christen Rede & Antwort stand.
Also der Herr Gehring von den Christen hat auch keine echte Abgrenzung zur FPÖ, da kann ich gleich die Blauen wählen, mit Siegfried Lazars Sohn David haben die sogar einen jüdischen Mann als Gesundheitssprecher und Gemeinderat im Wiener Landtag.
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