Briten sagen Goodbye zum Überwachungsstaat
Europa als politische Union, Europa als geografischer Ort, Europa als Idee. Und warum darf eigentlich Israel zum Song Contest und Wales zur Fußball-EM? Und was hat das alles mit Ost-Anatolien zu tun?
Moderation: Brigitte Grohmann
Briten sagen Goodbye zum Überwachungsstaat
von Dieter Henkel » 25. Mai 2010, 12:59
http://derstandard.at/1271377384082
"Die groß angelegte Überwachung der Bürger scheint in Großbritannien nicht mehr zeitgemäß zu sein. Während im Fernsehen die letzte Staffel der Container-Show "Big Brother" läuft, kündigt die neue konservativ-liberale Regierung eine radikale Kehrtwende bei der inneren Sicherheit an. Vorratsdatenspeicherung und Internetsperren sollen abgeschafft, biometrische Personalausweise gar nicht erst eingeführt werden. Voran schreitet der seit 11. Mai amtierende Premierminister David Cameron. Zum Gram der Geheimdienste verzichtet er auf besonderen Personenschutz und gilt damit in den Augen vieler als leichtsinnig.
[...]
Die Liste der neuen Freiheiten ist lang. DNA-Datenbanken und die öffentliche Kameraüberwachung sollen stärker reguliert werden. In Schulen soll kein Fingerabdruck von Kindern ohne Erlaubnis der Eltern mehr erfasst werden. Das Internet soll offener werden. Auf den Prüfstand kommt unter anderem das Verleumdungsrecht, das London neben dem Scheidungsrecht zum Mekka für Millionklagen machte. Wie in Deutschland sollen Briten ein Auskunftsrecht in Behörden erhalten. Kurzum: Dem Volk soll die Angst vor dem Staat genommen werden."
Kaum zu glauben. Und das unter einem konservativen Premierminister...
"Die groß angelegte Überwachung der Bürger scheint in Großbritannien nicht mehr zeitgemäß zu sein. Während im Fernsehen die letzte Staffel der Container-Show "Big Brother" läuft, kündigt die neue konservativ-liberale Regierung eine radikale Kehrtwende bei der inneren Sicherheit an. Vorratsdatenspeicherung und Internetsperren sollen abgeschafft, biometrische Personalausweise gar nicht erst eingeführt werden. Voran schreitet der seit 11. Mai amtierende Premierminister David Cameron. Zum Gram der Geheimdienste verzichtet er auf besonderen Personenschutz und gilt damit in den Augen vieler als leichtsinnig.
[...]
Die Liste der neuen Freiheiten ist lang. DNA-Datenbanken und die öffentliche Kameraüberwachung sollen stärker reguliert werden. In Schulen soll kein Fingerabdruck von Kindern ohne Erlaubnis der Eltern mehr erfasst werden. Das Internet soll offener werden. Auf den Prüfstand kommt unter anderem das Verleumdungsrecht, das London neben dem Scheidungsrecht zum Mekka für Millionklagen machte. Wie in Deutschland sollen Briten ein Auskunftsrecht in Behörden erhalten. Kurzum: Dem Volk soll die Angst vor dem Staat genommen werden."
Kaum zu glauben. Und das unter einem konservativen Premierminister...
Re: Briten sagen Goodbye zum Überwachungsstaat
von Kurt Radowisch » 25. Mai 2010, 13:14
Ich kann dazu nur folgendes sagen: Vor einigen Jahren war ich in Nottingham. (Ja, das mit dem Robin Hood, die leben davon wie unsereiner von Franzl und Sisi).
Dort kann man keinen Schritt gehen, ohne in irgend einer Kamera zu sein, besonders im Zentrum.
Ob mir nun das recht ist oder nicht - daß ich dieses oder jenes Museum besucht habe, das darf auch jeder wissen - die Kriminalstatistik spricht Bände: eine signifikante Abnahme der Straßenkriminalität und der Raubüberfälle.
LG Kurt
Dort kann man keinen Schritt gehen, ohne in irgend einer Kamera zu sein, besonders im Zentrum.
Ob mir nun das recht ist oder nicht - daß ich dieses oder jenes Museum besucht habe, das darf auch jeder wissen - die Kriminalstatistik spricht Bände: eine signifikante Abnahme der Straßenkriminalität und der Raubüberfälle.
LG Kurt
Re: Briten sagen Goodbye zum Überwachungsstaat
von Dieter Henkel » 25. Mai 2010, 13:41
Kurt Radowisch hat geschrieben:Dort kann man keinen Schritt gehen, ohne in irgend einer Kamera zu sein, besonders im Zentrum.
Ob mir nun das recht ist oder nicht - daß ich dieses oder jenes Museum besucht habe, das darf auch jeder wissen - die Kriminalstatistik spricht Bände: eine signifikante Abnahme der Straßenkriminalität und der Raubüberfälle.
Das ist schlicht falsch.
http://www.n-tv.de/panorama/Big-Brother ... 65961.html
"Milliardenschwere Investitionen in ein landesweites System von Überwachungskameras haben in Großbritannien die Kriminalität kaum eingedämmt. Das Netz mit mehr als vier Millionen Videokameras sei ein "völliges Fiasko", erklärte jetzt der Chef Scotland Yard-Abteilung für Video-Überwachung, Mike Neville. Kriminelle würden die Kameras längst nicht mehr fürchten, sagte der Chefinspektor nach Angaben des Senders BBC bei einer Sicherheitskonferenz in London."
Auch in Berlin brachte sie nicht das gewünschte Ergebnis. http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 83294.html
Re: Briten sagen Goodbye zum Überwachungsstaat
von Brigitte Grohmann » 25. Mai 2010, 13:45
Dieter Henkel hat geschrieben:
Kaum zu glauben. Und das unter einem konservativen Premierminister...
Wenn dem wirklich so werden sollte: Hut ab.
ich glaubs aber erst, wenn ich es seh, bzw. nicht mehr seh...
brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Re: Briten sagen Goodbye zum Überwachungsstaat
von Stefan Mackovik » 25. Mai 2010, 16:32
Brigitte Grohmann hat geschrieben:Dieter Henkel hat geschrieben:
Kaum zu glauben. Und das unter einem konservativen Premierminister...
Wenn dem wirklich so werden sollte: Hut ab.
ich glaubs aber erst, wenn ich es seh, bzw. nicht mehr seh...
brigitte
Irgendwas Herzeigbares müssen die ja Liberalen ja in der Koalation auch durchbringen, wenn sie schon bei Europfragen nix einbringen konnten...
Stefan
Alfons Haider hat recht.
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