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Überfüllung bei der LOVEPARADE

Tratsch, Klatsch und alles, was dem p.t. Publikum sonst noch Freude bereitet. Bitte beachtet, dass man für die Beschimpfung von Bundesländern nach § 248 StGB ein Jahr lang in den Bau wandern kann! :-)

Re: Überfüllung bei der LOVEPARADE

Beitragvon Gerhard Eichberger » 27. Juli 2010, 07:21

Gerhard Eichberger


Kurt Radowisch hat geschrieben:In Bochum hat 2009 der zuständige Polizeichef die Love-Parade wegen Sicherheitsbedenken abgesagt.
Wohl nicht ohne Grund.


So war das aber laut Wikipedia nicht.

Man hätte sicher im Jänner noch eine geeignete Ersatzlocation für Juli/August finden können.

Es ist ja schon öfters vorgekommen, daß eine Loveparade nicht durchgeführt werden konnte, weil man nicht genügend Geldgeber gefunden hat.

Steht alles in der Historie zur Loveparade:
http://de.wikipedia.org/wiki/Loveparade

Übrigens war die Loveparade lange Zeit als Demonstration angemeldet und nicht als Musikveranstaltung.


Gerhard
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Re: Überfüllung bei der LOVEPARADE

Beitragvon Brigitte Grohmann » 27. Juli 2010, 08:01

Kurt Radowisch hat geschrieben:In Bochum hat 2009 der zuständige Polizeichef die Love-Parade wegen Sicherheitsbedenken abgesagt.
Wohl nicht ohne Grund.

LG Kurt

Die Bürgermeisterin war das, AFAIK. Damals wurde sie wegen Kleinlichkeit angeschüttet, heute ist sie die Heroin.


brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Re: Überfüllung bei der LOVEPARADE

Beitragvon Kurt Radowisch » 27. Juli 2010, 09:27

Gerhard Eichberger hat geschrieben:Gerhard Eichberger

Es ist ja schon öfters vorgekommen, daß eine Loveparade nicht durchgeführt werden konnte, weil man nicht genügend Geldgeber gefunden hat.



Bei einer halben Million Teilnehmer sollte genug an Eintrittsgeld zusammenkommen, um das Ganze zu finanzieren.


Übrigens war die Loveparade lange Zeit als Demonstration angemeldet und nicht als Musikveranstaltung.


Gerhard


Was ändert das an dem Problem: zu viele Menschen auf zu wenig Platz, gepaart mit fehlenden Sicherheitseinrichtungen?

LG Kurt
Kurt Radowisch
 

Re: Überfüllung bei der LOVEPARADE

Beitragvon Gerhard Eichberger » 27. Juli 2010, 12:56

Gerhard


Brigitte Grohmann hat geschrieben:Die Bürgermeisterin war das, AFAIK. Damals wurde sie wegen Kleinlichkeit angeschüttet, heute ist sie die Heroin.

Solange sie nicht das Heroin ist...


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Re: Überfüllung bei der LOVEPARADE

Beitragvon Gerhard Eichberger » 27. Juli 2010, 13:16

Kurt Radowisch hat geschrieben:
Gerhard Eichberger hat geschrieben:Gerhard Eichberger

Es ist ja schon öfters vorgekommen, daß eine Loveparade nicht durchgeführt werden konnte, weil man nicht genügend Geldgeber gefunden hat.

Bei einer halben Million Teilnehmer sollte genug an Eintrittsgeld zusammenkommen, um das Ganze zu finanzieren.

Die Loveparade hat freien Eintritt, so wie auch das Donauinselfest.

Siehe hier zur Loveparade 2008 in Dortmund:
http://festivals-2008.festivalticker.de ... oveparade/

Hier wurde in einem Diskussionsforum gefragt, ob die Leute Eintritt zur Loveparade bezahlen würden:

Würdet ihr für die LoveParade Eintritt zahlen?
http://forum.milaro.com/viewtopic.php?f=1&t=869&p=34398

Der Tenor war: "Nein!"

Einige Zitate daraus:

Ich glaube wohl kaum das das funktionieren würde. Da hat doch keiner Bock drauf. Ich dachte das ist sowas wie eine Demo? Da bezahlt man doch nicht.

Für mich würde das nicht in Frage kommen. Einfach dreist wäre das.

Eintritt zahlen? Definitiv NEIN!

Ich könnte mir das nicht vorstellen. schon allein der Gedanke daran, dass die den tiergarten umzäunen wollen, ärgert mich total. das gibt doch ein irrwitziges Gedränge auf das ich überhaupt keinen bock habe. wie ange soll man den an so einem eingang warten. wenn die dann noch anfangen zu kontrolieren oder eintritt zu nehmen, dann sind ja abends noch nicht alle drin.

Na wenn das noch so weit kommen sollte dann ist glaub ich entgültig schluß für die parade. dann taugt das nur noch als touristen und medienrummel


Obengenannte Frage wurde allerdings bereits 2003 gestellt.

Kurt Radowisch hat geschrieben:
Übrigens war die Loveparade lange Zeit als Demonstration angemeldet und nicht als Musikveranstaltung.


Was ändert das an dem Problem: zu viele Menschen auf zu wenig Platz, gepaart mit fehlenden Sicherheitseinrichtungen?


So wie es ausschaut, wurde ja die Bewilligung seitens der zuständigen Behörde für 1,5 Millionen Gäste erteilt. Außerdem ist es ja schwer, die Anzahl Besucher bei einer Veranstaltung mit freiem Eintritt abzuschätzen.

Ich weiß nicht, wie die diesbezüglichen Bestimmungen in Deutschland ausschauen.

In Österreich gibt es da keine allgemeingültigen Regelungen. Das Veranstaltungsrecht ist auf Landes- und Gemeindeebene geregelt, und da gibt es von Ort zu Ort höchst unterschiedliche Regelungen. In vielen Gemeinden (wo es allerdings Veranstaltungssäle gibt) hat man noch überhaupt keine Bestimmungen in Bezug auf die Sicherheit bei Veranstaltungen erlassen, so beispielsweise in Tulln.

Der Minoritenkeller gehört der Stadtgemeinde Tulln und wird an Tullner Wirten und Tullner Vereine vermietet. (Eine Zeitlang war er für Veranstaltungen wegen einer Wirtenstreiterei gesperrt, aber wie ich höre und lese, gab es vorigen Winter wieder Clubbings dort.) Dort gibt es nichtmal Feuerlöscher, von einer Rauchabzugsanlage ganz zu schweigen. (Okay, letztere darf aus Denkmalschutzgründen nicht eingebaut werden. Aber daß die Gemeinde sagt, daß es nicht nötig ist, Feuerlöscher im Saal zu haben, ist schon stark. Als ich da die HALLUCINATION BEAT BONES auftreten ließ, haben wir in Eigenregie Feuerlöscher mitgebracht.)


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Re: Überfüllung bei der LOVEPARADE

Beitragvon Dieter Henkel » 27. Juli 2010, 13:47

Gerhard Eichberger hat geschrieben:So wie es ausschaut, wurde ja die Bewilligung seitens der zuständigen Behörde für 1,5 Millionen Gäste erteilt.

Meines Wissens war die Bewilligung für 250000 Leute erteilt.
Dieter Henkel
 

Re: Überfüllung bei der LOVEPARADE

Beitragvon Gerhard Eichberger » 31. Juli 2010, 15:35

Gerhard Eichberger


Hier gibt's zu lesen, was andere Veranstalter zum Unglück in Duisburg sagen:
http://www.faz.net/s/RubCCB49507459C498 ... ntent.html

Dazu möchte ich aber anmerken, daß die anderen angegebenen Festln (bei denen es viel weniger Gäste gibt) ja alle mit Eintritt sind, sodaß der Veranstalter ja weiß, wieviele Karten er verkauft. Da kann es sich der Veranstalter ja leicht leisten, ein paar Tausend Sicherheitsleute zu bezahlen.

Die Loveparade ist aber eine nichtkommerzielle Veranstaltung mit freiem Eintritt (soweit also mit dem Donauinselfest vergleichbar). Da muß das ganze Geld von den Sponsoren und von der Standgebühr der Verkaufsstandeln kommen. Es liegt wohl auf der Hand, daß da der Veranstalter nicht soviele Sicherheitsleute bezahlen kann.

Außerdem weiß ich aus Erfahrung, daß sich die einzelnen Veranstalter gegenseitig als Konkurrenten sehen - da hacken sie natürlich gerne auf einen los. (Immerhin wurde auch das "Rock Me Laa", bei dem DRAHDIWABERL spielen hätte sollen, ja offenbar auch aufgrund von konkurrierenden Veranstaltern, die ihre Beziehungen zu öffentlicher Hand ausgenutzt haben, am ersten Tag der Veranstaltung durch die Gendarmerie abgebrochen.)

Es ist also auch ein wenig Kritik bei der Betrachtung von Aussagen von Konkurrenten notwendig.


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Re: Überfüllung bei der LOVEPARADE

Beitragvon Gerhard Eichberger » 31. Juli 2010, 15:54

Gerhard Eichberger hat geschrieben:http://www.faz.net/s/RubCCB49507459C498F8E6FA9E990486D14/Doc~E6B40F1F27ECC4A47AF787CD947EEB922~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Außerdem weiß ich aus Erfahrung, daß sich die einzelnen Veranstalter gegenseitig als Konkurrenten sehen - da hacken sie natürlich gerne auf einen los. (Immerhin wurde auch das "Rock Me Laa", bei dem DRAHDIWABERL spielen hätte sollen, ja offenbar auch aufgrund von konkurrierenden Veranstaltern, die ihre Beziehungen zu öffentlicher Hand ausgenutzt haben, am ersten Tag der Veranstaltung durch die Gendarmerie abgebrochen.)

Es ist also auch ein wenig Kritik bei der Betrachtung von Aussagen von Konkurrenten notwendig.

Aha!

Jetzt finde ich gerade eine Bestätigung dessen, was ich soeben geschrieben habe. Und zwar in den Lesermeinungen zu oben verlinktem Bericht. Diese (von Lesern geschriebenen Kommentare) sind wirklich sehr interessant. Hier der direkte Link zu den Lesermeinungen:
http://www.faz.net/s/RubCCB49507459C498 ... tml#424435

Im Bericht hat sich ja beispielsweise der Veranstalter von Wacken zu Wort gemeldet und gesagt, bei ihm gibt es sowas nicht. Nun - in den Lesermeinungen findet sich dazu Folgendes:


"In Wacken ist das anders?"

Auch professionelle Ordnungskräfte helfen nicht, wenn wie beim Iron Maiden-Gig 2008 das Festivalgelände (sowie selbst noch die Areale dahinter) völlig überfüllt ist und die ersten Reihen von den Nachrückenden bis zum Kollaps komprimiert werden.
Ich habe ja nun schon manches Gedränge auf Konzerten erlebt, aber so eine unglaubliche Enge, so viele Menschen die ohnmächtig herausgetragen werden, um Hilfe schreien oder sich in Panik buchstäblich in die hinteren Reihen (wo es auch nicht leerer war) durchboxen waren definitiv eine neue Qualität.
Der Funke für dieses Pulverfass kam glücklicherweise nicht, aber das ist meiner Meinung nach reines Glück gewesen und nicht der Verdienst jener Veranstalter, die jedes Jahr mit aller Gewalt noch mehr zahlenden Kunden als in Vorjahr auf das gleiche Areal bringen wollen.


Nun, da gibt's doch ein Sprichwort:
"Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen."
Oder älter: "Der ohne Sünde werfe den ersten Stein." (Hat mal ein weiser Mann gesagt.)


Gerhard
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