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Studierendenproteste reloaded?

Ganztagsschule, Neue Mittelschule, Audimaxismus und die Folgen

Moderation: Susanne Ofner

Studierendenproteste reloaded?

Beitragvon Stefan Mackovik » 4. März 2010, 10:18

Kürzlich hat ja die neue Wissenschaftsministerin Karl angekündigt, an den Universitäten Zugangsbeschränkungen für alle Studienrichtungen einführen zu wollen.

Das könnte ein Wiedertaufflammen der Proteste zur Folge haben, wie im Standard zu lesen ist.

Und das völlig zu Recht, wie ich finde. Denn die Politik verkennt, dass es wichtig wäre, mehr Menschen ein Studium zu ermöglichen, anstatt bestehende zu begrenzen.

Leider ist es nach wie vor offensichtlich Priorität, den Banken und Konzernen das Geld in den Allerwertesten zu blasen, da bleibt offensichtlich für Bildung zu wenig übrig.
Alfons Haider hat recht.
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Stefan Mackovik
 

Re: Studierendenproteste reloaded?

Beitragvon Julia Braunegg » 4. März 2010, 11:10

Das frag ich mcih schon lange:

periodisch wird gejammert, dass die AkademikerInnenquote in Österreich unterm Hund ist, und dann beschränken wir den Zugang zum Studium? Wo ist da die Logik?

Ich versteh ja, dass es irgendwie ein Problem ist, dass wir uns haufenweise JuristInnen, WirtschafterInnen, MedizinerInnen und PublizistInnen züchten. Aber ich frage mich, ob dem nicht anders entgegenzuwirken wäre. Gezielte Information statt Beschränkung.

Es ist doch wie bei den Lehrberufen: Ein Haufen junger Mädchen wird Frisörin, während es mengenmäßig Lehrberufe gibt, die Leute suchen und niemand finden.

Ich wär dafür, dass wir früh beginnen, Kindern und Jugendlichen zu zeigen, was es alles an Berufen gibt, was diverse Berufsbilder beinhalten. Vielleicht erreichen wir damit die Diversifizierung, die wir uns wünschen?

Nur so ein Gedanke...

Jul
When your mouth drops open, click the shutter. -Harold Feinstein
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Re: Studierendenproteste reloaded?

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 4. März 2010, 12:31

überhaupt isses ein starkes stück, wenn die wissenschaftsministerin weniger studierende will - wie lang bliebe wohl einE landwirtschaftsministerIn im amt, der/die weniger bäurInnen will??? oder einE verteidigungsministerIn der/die weniger soldatInnen fordert?
Politik ist zu wichtig, um sie den PolitikerInnen zu überlassen. Skype Me™!
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Harald Silvio Frassine
 

Re: Studierendenproteste reloaded?

Beitragvon Michael Suda » 4. März 2010, 12:36

Stefan Mackovik hat geschrieben:Kürzlich hat ja die neue Wissenschaftsministerin Karl angekündigt, an den Universitäten Zugangsbeschränkungen für alle Studienrichtungen einführen zu wollen.

Das könnte ein Wiedertaufflammen der Proteste zur Folge haben, wie im Standard zu lesen ist.[Rest gekürzt]

Ich glaube nicht, dass Aktionen wie Student/inn/en"streiks", Audimax-Besetzungen oder ein paar - hoffentlich halbwegs eindrucksvolle, sonst isses nur peinlich! - Demos am Minoritenplatz Nr.5 mehr als ein lediglich feinseismografisch messbares Zittern auslösen werden.
Um mehr als das zu bewirken, müsste es zu einer breiten Solidarisierung mit den Anliegen der Student/inn/en kommen. Und wie soll das geschehen, wenn der Protest, siehe Bericht im "Standard", schon in der Anfangsphase in parteipolitisch gefärbte Fraktionen zu zerfallen droht?
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
bleibt auch mein Himmel versperrt.
(aus Lehárs Operette "Das Land des Lächelns")
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Michael Suda
 

Re: Studierendenproteste reloaded?

Beitragvon Brigitte Grohmann » 4. März 2010, 12:45

In .at wird sich überhaupt nie eine breitere Schicht mit Studierenden solidarisieren. Zuviel Wissen macht Kopfweh, und wer freiwillig was wissen will, ist überaus suspekt.


brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Brigitte Grohmann
 

Re: Studierendenproteste reloaded?

Beitragvon Julia Braunegg » 4. März 2010, 12:52

Ich glaub, das echte Problem ist, dass Lernen als Schmarotzen, nicht Arbeiten und Steuerzahlergeld Verbraten gesehen wird, kurz: einfach ein besch!$#* Image hat. Das hatten wir ja anderkonfs schon.

Der Neid auf Studierende, die öffentlich wahrgenommen (zu)viel Zeit haben, ist auf Dauer einfach schädlich für Österreich. Am low-tech und low-education Arbeitssektor werden wir mit Südost-Asien nie mithalten können, aber Otto Normalösterreicher wär's scheinbar am liebsten wir würden alle Maurer_innen.

Jul
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Re: Studierendenproteste reloaded?

Beitragvon Stefan Mackovik » 4. März 2010, 23:29

Zum Thema "breite Solidarisierung" bleibt mir nur die lapidare Feststellungen, dass es sowas wie Solidarität - ausser im kleinen - in diesem Land überhaupt nicht gibt.

Es herrscht Florianiprinzip - "Verschon mein Haus, zünd's andre an".

Den Eliten ist es erfolgreich gelungen, da sich die breite Bevölkerungsmehrheit lieber gegenseitig beneidet anstatt mal zu fragen, warum einige wenige so viel haben während viele wenig(er) haben.

Stefan
Alfons Haider hat recht.
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Stefan Mackovik
 


19. Oktober Vollversammlungen

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 14. Oktober 2010, 15:00

19. Oktober Vollversammlungen der Unis:
http://www.vollversammlung.at/
Politik ist zu wichtig, um sie den PolitikerInnen zu überlassen. Skype Me™!
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Re: 19. Oktober Vollversammlungen

Beitragvon Michael Suda » 14. Oktober 2010, 18:43

Harald Silvio Frassine hat geschrieben:19. Oktober Vollversammlungen der Unis:
http://www.vollversammlung.at/


Nach meinem Gefühl ist die Stimmung an der Wiener (Haupt-)Uni alles andere als explosiv.

Ich glaube daher nicht, dass sich angesichts einer spürbar ernst gemeinten Sparwelle der öffentlichen Hand (Stichwort: enthüllte Budgetgrauslichkeiten) eine genügend große, "kritische" Masse für Protestaktionen findet. Zu mehr als einer braven Demo wird's meinem Dafürhalten nach nicht reichen Da sagt die Bundesregierung "aha" drauf, und das war's dann.

Und wenn, kommt's halt zu irgendwas wie einer weiteren Audimax-Besetzung. Und, hat die erste, Hand aufs Herz, etwas gebracht?
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
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