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job verfehlt?

Ganztagsschule, Neue Mittelschule, Audimaxismus und die Folgen

Moderation: Susanne Ofner

job verfehlt?

Beitragvon Brigitte Grohmann » 5. März 2010, 11:05

Der Rektor der WU will zwei Drittel, nein, nicht mehr Geld, nicht mehr Studienplätze, nicht mehr Lehrende, sondern WENIGER STUDIENANFÄNGER.
Wie kann so jemand Rektor sein, wenn er weniger junge Menschen zu Bildung bringen will???!!
Und so jemand unterrichtet auch noch Wirtschaft...wird er das den Studierenden beibringen? Wenn Ihr steigende Nachfrage für Euer Produkt habt, verbietet den potentiellen Käufern einfach zu kaufen?


brigitte
If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Brigitte Grohmann
 

Re: job verfehlt?

Beitragvon Stefan Mackovik » 5. März 2010, 11:08

Jop, dieses Land hat echt einige seltsame Gestalten in Spitzenpositionen....
Alfons Haider hat recht.
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Stefan Mackovik
 

Re: job verfehlt?

Beitragvon Michael Suda » 5. März 2010, 12:24

Brigitte Grohmann hat geschrieben:Der Rektor der WU will zwei Drittel, nein, nicht mehr Geld, nicht mehr Studienplätze, nicht mehr Lehrende, sondern WENIGER STUDIENANFÄNGER.
Wie kann so jemand Rektor sein, wenn er weniger junge Menschen zu Bildung bringen will???!!
Und so jemand unterrichtet auch noch Wirtschaft...wird er das den Studierenden beibringen? Wenn Ihr steigende Nachfrage für Euer Produkt habt, verbietet den potentiellen Käufern einfach zu kaufen?

Den Threadtitel kann man übrigens durchaus zwiespältig oder doppeldeutig lesen.
Es stellt sich nämlich die Frage, aus wie vielen von den Studienanfänger/inn/en auch Studienabsolvent/inn/en werden. Alle anderen erhöhen ja weder die Akademiker/innen/quote, noch schaffen sie für sich selbst einen nennenswerten Mehrwert (gut, "Erfahrung" ist auch ein gewisser Wert).
[Quelle: 05.03.2010 | 11:13 |(DiePresse.com)]
http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/544351/index.do?_vl_backlink=/home/bildung/universitaet/544107/index.do&direct=544107
Rektor Christoph Badelts Plan zufolge sollten künftig nur noch 2050 Personen ein Bachelor-Studium an der WU beginnen dürfen, das ist der Durchschnitt der prüfungsaktiven Studenten der vergangenen Jahre. Wobei prüfungsaktiv bedeutet, dass sie im ersten Studienjahr vier Scheine erworben haben - der Studienplan sieht 15 Scheine im ersten Jahr vor.

Man kann es einem Ökonomen jedenfalls meines Erachtens nicht vorwerfen, wenn er die Drop-out-Rate als mögliche Kennzahl für die Effizienz seiner Einrichtung heranzieht und "Studieren" als zielgerichteten Prozess mit - individuellen wie sozialen - Kosten und Nutzen und nicht als bildungsromantischen Selbstzweck betrachtet. Wer "einfach so" ein Studium beginnt, das er dann, aus welchen Gründen auch immer, "einfach so" abbricht, muss sich zumindest auch die Frage gefallen lassen, ob er/sie nicht seinen/ihren "job" als Student/in "verfehlt" hat.
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
bleibt auch mein Himmel versperrt.
(aus Lehárs Operette "Das Land des Lächelns")
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Re: job verfehlt?

Beitragvon Andreas Beer » 5. März 2010, 12:33

vielleicht sollte man nachfragen für wieviele studenten die neue wu ausgelegt sein wird, wieviele wu studenten es jetzt gibt und was eine eventuelle prognose sagt.
--
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Re: job verfehlt?

Beitragvon Brigitte Grohmann » 5. März 2010, 12:41

Michael Suda hat geschrieben:Es stellt sich nämlich die Frage, aus wie vielen von den Studienanfänger/inn/en auch Studienabsolvent/inn/en werden. Alle anderen erhöhen ja weder die Akademiker/innen/quote, noch schaffen sie für sich selbst einen nennenswerten Mehrwert (gut, "Erfahrung" ist auch ein gewisser Wert).

Als jemand, der selber 37 oder wieviel Semester studiert hat, kann ich dir versichern, auch ein halbes Studium bringt bei der Jobsuche mir und damit beim Steuerzahlen der Volkswirtschaft mehr als kein Studium.

Man kann es einem Ökonomen jedenfalls meines Erachtens nicht vorwerfen, wenn er die Drop-out-Rate als mögliche Kennzahl für die Effizienz seiner Einrichtung heranzieht und "Studieren" als zielgerichteten Prozess mit - individuellen wie sozialen - Kosten und Nutzen und nicht als bildungsromantischen Selbstzweck betrachtet.
Badelt gibt ja selber zu, jetzt schon 80% der Anfänger rauszuprüfen. Und trotzdem haben wir noch immer eine miserable Abschlussquote. Warum sollte sich das nur durch Zugangsbeschränkungen bessern?
Eine Universität ist kein Profit Center. Badelt will sich einen Elfenbeinturm bauen und sich von den lästigen Studenten abputzen. Als staatliche Bildungsstätte ist die Effizienz einer Universität aber nicht Selbstzweck.


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Re: job verfehlt?

Beitragvon Harald Silvio Frassine » 5. März 2010, 15:33

also beim bundesheer wollen sie jetzt die tauglichkeitskriterien lockern. die schaffen also quasi die knock-out-prüfungen, die anderswo eingeführt werden, wieder ab...
Politik ist zu wichtig, um sie den PolitikerInnen zu überlassen. Skype Me™!
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Harald Silvio Frassine
 


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