Ganztagsschule
Ganztagsschule, Neue Mittelschule, Audimaxismus und die Folgen
Moderation: Susanne Ofner
Ganztagsschule
von Helga Herzog » 6. Februar 2010, 06:42
Bitte, ich will das nicht glauben,
dass die allermeisten die >Ganztagsschule für Alle< erstrebenswert finden.
[Dazu sei noch bemerkt, dass ich die Suggestivfragestellung der aktuellen Volksbefragung, speziell zu diesem Thema, regelrecht empörend finde.] Wo sind denn bitte all die Gegenstimmen?
Wurden die Kinder eigentlich schon gefragt?
Meine drei schulpflichtigen (VS, Gym. Unter- & Oberstufe) finden diese Aussicht jedenfalls zum Fürchten. >Noch weniger Freizeit?<, >Vielleicht will ich ja außerhalb der Schule auch noch ein Leben haben.<, >Und wann soll ich dann noch meine Freunde treffen?<
Wieso geht's bei der Diskussion nicht auch darum,
wieso Eltern so wenig Zeit mit ihren eigenen Kindern verbringen?
Die meisten werden ja, sobald die Karenzzeit vorbei ist, umgehend zu Wochenend-Eltern.
Und um das fehlende Zusammensein irgendwie wieder wett zu machen muss dann am Wochenende ausflugstechnisch allerlei geboten werden; also wieder außer Haus.
Wieso wird diesem Ganztagsschule-Bestreben nicht der Wert eines Zuhauses gegenübergestellt, eines Nests, eines Rückzuggebiets das nicht nur Sicherheit & Stabilität bietet, sondern auch den Freiraum zum Seele baumeln, wo unsere Kinder sich selbst erfahren, sich entfalten, ihre Neigungen aufspüren, wo sie lernen können, mit sich selbst etwas anzufangen.
Ich verstehe schon, dass dieses Thema ein heißes Eisen ist,
aber muss es denn gleich ein Tabu sein?
Und dann musst du als >nur< Mutter & Hausfrau auch noch aufpassen, dass du nicht gleich entweder in ein reaktionäres, oder auch Heimchen-am-Herd-Eck abgeschoben wirst, bloß weil du es vorziehst mit deinen Kindern zu leben.
Einmal hab ich dazu folgendes auf-geschnappt: „Wenn's dem Ende zugeht bereut wohl kaum einer in der Art: „Ach, wär' ich doch mehr im Büro gesessen.“ - Das mein ich auch.
Vielleicht sollten wir uns auch mal die Fragen stellen,
wieso wir die sogenannten >Nur-Mütter< gesellschaftlich so dermaßen minder bewerten?
Unsere Politik spricht hierzu auch (mal abgesehen von Lippenbekenntnissen) eine eindeutige Sprache, allein wenn wir es am finanziellen Zuspruch ablesen.
Wo ist das Modell, welches den Eltern ermöglicht, mit ihren Kindern zu leben?,
für sie da zu sein?, sie auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu begleiten?,
und zwar entspannt, weil ihnen für ihr verantwortungsvolles Wirken gesellschaftliche Wertschätzung entgegen strömt und weil selbst AlleinerzieherInnen mit ihren Kindern nicht unweigerlich an der Armutsgrenze darben müssen.
Wann lernen wir endlich den Begriff >Bildung< zu erweitern - ganzheitlich zu erfassen?
Mit reiner Wissensbildung ist noch nicht mal die halbe Miete bezahlt.
Das könnte sich ja nun doch langsam herumgesprochen haben.
Zum Mensch werden gehört doch bedeutend mehr dazu.
hé.di. hèrZog
dass die allermeisten die >Ganztagsschule für Alle< erstrebenswert finden.
[Dazu sei noch bemerkt, dass ich die Suggestivfragestellung der aktuellen Volksbefragung, speziell zu diesem Thema, regelrecht empörend finde.] Wo sind denn bitte all die Gegenstimmen?
Wurden die Kinder eigentlich schon gefragt?
Meine drei schulpflichtigen (VS, Gym. Unter- & Oberstufe) finden diese Aussicht jedenfalls zum Fürchten. >Noch weniger Freizeit?<, >Vielleicht will ich ja außerhalb der Schule auch noch ein Leben haben.<, >Und wann soll ich dann noch meine Freunde treffen?<
Wieso geht's bei der Diskussion nicht auch darum,
wieso Eltern so wenig Zeit mit ihren eigenen Kindern verbringen?
Die meisten werden ja, sobald die Karenzzeit vorbei ist, umgehend zu Wochenend-Eltern.
Und um das fehlende Zusammensein irgendwie wieder wett zu machen muss dann am Wochenende ausflugstechnisch allerlei geboten werden; also wieder außer Haus.
Wieso wird diesem Ganztagsschule-Bestreben nicht der Wert eines Zuhauses gegenübergestellt, eines Nests, eines Rückzuggebiets das nicht nur Sicherheit & Stabilität bietet, sondern auch den Freiraum zum Seele baumeln, wo unsere Kinder sich selbst erfahren, sich entfalten, ihre Neigungen aufspüren, wo sie lernen können, mit sich selbst etwas anzufangen.
Ich verstehe schon, dass dieses Thema ein heißes Eisen ist,
aber muss es denn gleich ein Tabu sein?
Und dann musst du als >nur< Mutter & Hausfrau auch noch aufpassen, dass du nicht gleich entweder in ein reaktionäres, oder auch Heimchen-am-Herd-Eck abgeschoben wirst, bloß weil du es vorziehst mit deinen Kindern zu leben.
Einmal hab ich dazu folgendes auf-geschnappt: „Wenn's dem Ende zugeht bereut wohl kaum einer in der Art: „Ach, wär' ich doch mehr im Büro gesessen.“ - Das mein ich auch.
Vielleicht sollten wir uns auch mal die Fragen stellen,
wieso wir die sogenannten >Nur-Mütter< gesellschaftlich so dermaßen minder bewerten?
Unsere Politik spricht hierzu auch (mal abgesehen von Lippenbekenntnissen) eine eindeutige Sprache, allein wenn wir es am finanziellen Zuspruch ablesen.
Wo ist das Modell, welches den Eltern ermöglicht, mit ihren Kindern zu leben?,
für sie da zu sein?, sie auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu begleiten?,
und zwar entspannt, weil ihnen für ihr verantwortungsvolles Wirken gesellschaftliche Wertschätzung entgegen strömt und weil selbst AlleinerzieherInnen mit ihren Kindern nicht unweigerlich an der Armutsgrenze darben müssen.
Wann lernen wir endlich den Begriff >Bildung< zu erweitern - ganzheitlich zu erfassen?
Mit reiner Wissensbildung ist noch nicht mal die halbe Miete bezahlt.
Das könnte sich ja nun doch langsam herumgesprochen haben.
Zum Mensch werden gehört doch bedeutend mehr dazu.
hé.di. hèrZog
Re: Ganztagsschule
von Brigitte Grohmann » 6. Februar 2010, 10:56
Weil nicht jedes Kind ein liebevolles, unterstützendes, bildungsfreundliches Zuhausenest hat und es im Sinne der Zukunft dieser Kinder, aber auch unser aller Zukunft ist, dass jedes Kind das absolut beste aus sich herausholen kann.
Dass den Kids lieber ist, dass sie den Nachmittag, provokant gesprochen, mit der Playstation verbringen, ist schon klar. Wer würde auf die Frage schon "ich will lieber weniger Freizeit haben" antworten. Aber wenn man die Kinder fragt, würden wohl 50% gar nicht in die Schule gehen.
brigitte
Dass den Kids lieber ist, dass sie den Nachmittag, provokant gesprochen, mit der Playstation verbringen, ist schon klar. Wer würde auf die Frage schon "ich will lieber weniger Freizeit haben" antworten. Aber wenn man die Kinder fragt, würden wohl 50% gar nicht in die Schule gehen.
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If some cunt can fuck something up, that cunt will pick the worst possible time to
fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Re: Ganztagsschule
von Andreas Serloth » 6. Februar 2010, 12:59
Helga Herzog hat geschrieben:Bitte, ich will das nicht glauben,
dass die allermeisten die >Ganztagsschule für Alle< erstrebenswert finden.
[Dazu sei noch bemerkt, dass ich die Suggestivfragestellung der aktuellen Volksbefragung, speziell zu diesem Thema, regelrecht empörend finde.] Wo sind denn bitte all die Gegenstimmen?
Ganztagsschule ist ein _Angebot_. Keine Verpflichtung. Niemand wird Hitzinger Bobo-Kids da zwangseinweisen. Für alle anderen ist Ganztagsschule eine Chance. Für Kinder wie Eltern.
as
Zuletzt geändert von Dieter Henkel am 6. Februar 2010, 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitatzeichen korrigiert
Grund: Zitatzeichen korrigiert
Re: Ganztagsschule
von Harald Silvio Frassine » 6. Februar 2010, 13:52
in den usa gibts nur ganztagsschulen, mit freizeit und unterricht über den tag verteilt. bei uns gibts dafür hausaufgaben die von den eltern gemacht werden (was die amis als betrug empfinden würden!), und abermillionen werden für nachhilfe ausgegeben.
Re: Ganztagsschule
von Helmuth Korn » 6. Februar 2010, 18:33
Also in meiner Generation (Baujahr 76) war es recht weit verbreitet das der Mann arbeiten ging und die Frau nach dem ersten Kind zuhause blieb. So war es auch bei mir.
Mittlerweile hat sich das aus unterschiedlichen Gründen geändert und dadurch sind beide Elternteile nach der Karenz(die noch immer zu wenig zwischen Mann und Frau aufgeteilt wird) ganztags beschäftigt. Wenn das Kind somit um 2 Uhr Nachmittags heimkommt ist niemand da mit dem es sich beschäftigen kann. Es bleiben die Optionen Hausübungen zu machen und zu lernen oder sich mit Freunden zu treffen. Die logische Wahl, zweiteres.
Als Arbeitnehmer komm ich relativ selten untertags ans Tageslicht und wenn ich dann mal am Nachmittag auf Shopping-Straßen unterwegs bin wundere ich mich über viele Jugendliche bei Starbucks und Mode-Geschäften während ich in der Zeitung lese das immer mehr SchülerInnen Nachhilfe brauchen und sogar der Ruf nach Aufstieg mit 5ern laut wird.
Jetzt bin ich aber der Meinung das die Ernsthaftigkeit alltäglicher Existenz als Arbeitstier nicht schon im jugendlichen Alter eintreten sollte aber dennoch sehe ich eine Ganztagsschule als Möglichkeit die Kids von der Straße und dortigen schlechten Einflüssen zu entziehen, das Lernen in der Schule zu belassen und für viele Kids in der Schule eine Möglichkeit der Ansprache und der Zerstreuung zu finden die sie sonst vielleicht nicht haben. Wir können nicht vom Standard einer glücklichen Familiengemeinschaft ausgehen, wir können nicht davon ausgehen das die Eltern nach deren Arbeitstag den Kopf haben ihren Kids beim Lernstoff für HTL, AHS und dergleichen zu helfen. Wir können davon nicht prinzipiell ausgehen.
Wenn ein Nachmittags-Angebot so aussieht das Lehrkräfte die Kids bei ihren Hausübungen unterstützen oder Themen nochmal vermitteln oder z.b. die Kids Sport machen können oder sich in der Schulbibliothek Bücher ausleihen um sie am Schulgelände zu lesen dann wäre ich dafür. Ein angenehmer Nebeneffekt wäre das viele arbeitslose PädagogInnen einen Arbeitsplatz finden würden und Kids deren Elternhaus eher schwierig ist in der Schule die Seele baumeln lassen könnten ohne sich einen 3 EURO Cafe Lattee reinzuziehen.
Mittlerweile hat sich das aus unterschiedlichen Gründen geändert und dadurch sind beide Elternteile nach der Karenz(die noch immer zu wenig zwischen Mann und Frau aufgeteilt wird) ganztags beschäftigt. Wenn das Kind somit um 2 Uhr Nachmittags heimkommt ist niemand da mit dem es sich beschäftigen kann. Es bleiben die Optionen Hausübungen zu machen und zu lernen oder sich mit Freunden zu treffen. Die logische Wahl, zweiteres.
Als Arbeitnehmer komm ich relativ selten untertags ans Tageslicht und wenn ich dann mal am Nachmittag auf Shopping-Straßen unterwegs bin wundere ich mich über viele Jugendliche bei Starbucks und Mode-Geschäften während ich in der Zeitung lese das immer mehr SchülerInnen Nachhilfe brauchen und sogar der Ruf nach Aufstieg mit 5ern laut wird.
Jetzt bin ich aber der Meinung das die Ernsthaftigkeit alltäglicher Existenz als Arbeitstier nicht schon im jugendlichen Alter eintreten sollte aber dennoch sehe ich eine Ganztagsschule als Möglichkeit die Kids von der Straße und dortigen schlechten Einflüssen zu entziehen, das Lernen in der Schule zu belassen und für viele Kids in der Schule eine Möglichkeit der Ansprache und der Zerstreuung zu finden die sie sonst vielleicht nicht haben. Wir können nicht vom Standard einer glücklichen Familiengemeinschaft ausgehen, wir können nicht davon ausgehen das die Eltern nach deren Arbeitstag den Kopf haben ihren Kids beim Lernstoff für HTL, AHS und dergleichen zu helfen. Wir können davon nicht prinzipiell ausgehen.
Wenn ein Nachmittags-Angebot so aussieht das Lehrkräfte die Kids bei ihren Hausübungen unterstützen oder Themen nochmal vermitteln oder z.b. die Kids Sport machen können oder sich in der Schulbibliothek Bücher ausleihen um sie am Schulgelände zu lesen dann wäre ich dafür. Ein angenehmer Nebeneffekt wäre das viele arbeitslose PädagogInnen einen Arbeitsplatz finden würden und Kids deren Elternhaus eher schwierig ist in der Schule die Seele baumeln lassen könnten ohne sich einen 3 EURO Cafe Lattee reinzuziehen.
Re: Ganztagsschule
von Brigitte Grohmann » 6. Februar 2010, 18:47
Helmuth Korn hat geschrieben:
Jetzt bin ich aber der Meinung das die Ernsthaftigkeit alltäglicher Existenz als Arbeitstier nicht schon im jugendlichen Alter eintreten sollte aber dennoch sehe ich eine Ganztagsschule als Möglichkeit die Kids von der Straße und dortigen schlechten Einflüssen zu entziehen,
Mach dir da keine Hoffnung. Im UK, wo bis 15 oder 16h Schule ist, hängen die Kids trotzdem in der Mall ab.
Wir können nicht vom Standard einer glücklichen Familiengemeinschaft ausgehen, wir können nicht davon ausgehen das die Eltern nach deren Arbeitstag den Kopf haben ihren Kids beim Lernstoff für HTL, AHS und dergleichen zu helfen. Wir können davon nicht prinzipiell ausgehen.
Das ist sowieso...ach, ein eigenes Thema wert.
brigitte
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fucking fuck it up because that cunt's a cunt.
- Tucker's Law
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Re: Ganztagsschule
von Helga Herzog » 13. Februar 2010, 05:03
Andreas Serloth hat geschrieben:Helga Herzog hat geschrieben:Bitte, ich will das nicht glauben,
dass die allermeisten die >Ganztagsschule für Alle< erstrebenswert finden.
[Dazu sei noch bemerkt, dass ich die Suggestivfragestellung der aktuellen Volksbefragung, speziell zu diesem Thema, regelrecht empörend finde.] Wo sind denn bitte all die Gegenstimmen?
Ganztagsschule ist ein _Angebot_. Keine Verpflichtung. Niemand wird Hitzinger Bobo-Kids da zwangseinweisen. Für alle anderen ist Ganztagsschule eine Chance. Für Kinder wie Eltern.
as
Nicht verpflichtend! - Da bin ich ja erleichtert. & Ihr Wort in Gottes Ohr!
Aber ist es nicht das, was mit "flächendeckend" & "für Alle" angestrebt wird?
"Für ALLE anderen"? - Ganz sicher?
Dann müsste es ja auch für uns "eine Chance" sein.
Und doch sehen wir das anders.
Mit liebem Gruß
von der Alleinerzieherin.
Re: Ganztagsschule
von Andreas Serloth » 13. Februar 2010, 16:24
Helga Herzog hat geschrieben:Nicht verpflichtend! - Da bin ich ja erleichtert. & Ihr Wort in Gottes Ohr!
Aber ist es nicht das, was mit "flächendeckend" & "für Alle" angestrebt wird?
Nein. "Für alle" bedeutet lediglich, dass das Angebot _für_alle_verfügbar_ ist, also niemand, der es annehmen _will_, davon ausgeschlossen ist, "flächendeckend" betont, dass das Angebot auch (und wohl mit besonderem Augenmerk) aus geografischen Gründen nichtexklusiv ist.
Helga Herzog hat geschrieben:"Für ALLE anderen"? - Ganz sicher?
Dann müsste es ja auch für uns "eine Chance" sein.
Und doch sehen wir das anders.
Gut, dann formuliere ich die Metapher um in Klartext: Ganztagsschule bringt besonders Familien etwas, die ökonomisch und / oder bildungsspezifisch nicht zur Oberschicht zählen.
as
Re: Ganztagsschule
von Michael Suda » 14. Februar 2010, 11:29
Helga Herzog hat geschrieben:Bitte, ich will das nicht glauben,
dass die allermeisten die >Ganztagsschule für Alle< erstrebenswert finden.
[Dazu sei noch bemerkt, dass ich die Suggestivfragestellung der aktuellen Volksbefragung, speziell zu diesem Thema, regelrecht empörend finde.] Wo sind denn bitte all die Gegenstimmen? [Rest gekürzt]
Hier hast Du meine: Hätte ich in meiner Mittelschulzeit nicht von der Hoffnung leben können, spätestens um zwei Uhr die verhasste Schulkaserne, in der ich mit boshaften gleichaltrigen Pubertierenden und mehrheitlich schwachen, desillusionierten Lehrern eingesperrt war, verlassen zu können, ich hätte mich so mit etwa 14 bis 16 ziemlich sicher irgendwann aufgehängt.
Ich trete trotzdem dafür ein, die breite optionale Möglichkeit zur ganztätigen Betreuung für Kinder und Jugendliche in der Schule zu schaffen. Eine ganztägige Kasernierung nach dem Modell "Acht bis Fünf", von der ÖVP völlig zu Recht früher polemisch als "Zwangstagstagsschule" bezeichnet, lehne ich aber vehement ab.
Ich kann es nicht sagen, ich sage es nie,
bleibt auch mein Himmel versperrt.
bleibt auch mein Himmel versperrt.
(aus Lehárs Operette "Das Land des Lächelns")
Re: Ganztagsschule
von Brigitte Grohmann » 14. Februar 2010, 11:39
Andreas Serloth hat geschrieben:Gut, dann formuliere ich die Metapher um in Klartext: Ganztagsschule bringt besonders Familien etwas, die ökonomisch und / oder bildungsspezifisch nicht zur Oberschicht zählen.
Ich befürchte nur, dass es gerade diesen Familien wurscht ist und sie sich erst nicht für eine optionale Ganztagsschule entscheiden würden. Die fragen vielleicht die Kids, willst am Nachmittag lieber in der Schule sitzen oder Playstation spielen? Playstation? Na passt. :-/
brigitte
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